P R E S S E I N F O R M A T I O N

vom 12.03.2003
DNR: Irak-Krieg würde den Klimaschutz zunichte machen

Der Deutsche Naturschutzring hat heute in Berlin die Bundesregierung aufgefordert, alles zu tun, um den drohenden Krieg im Irak zu verhindern. Die bisherigen Ergebnisse der UN-Inspektionen unter der Leitung von Hans Blix machen eine friedliche Lösung der Krise möglich, betonte der DNR. Ein Krieg im Irak würde unermessliches Leid für viele Menschen bringen, die noch von den Folgen des letzten Golfkrieges aus dem Jahre 1991 und von der gegen den Irak verhängten Sanktionspolitik gezeichnet sind. "Wenn die USA dennoch und gegen weltweite Proteste von Millionen Menschen am Krieg gegen den Irak festhalten, zeigen sie ihre wahren Motive. Letztlich geht es um die Sicherung der weltweit größten Ölreserven in Saudi-Arabien mit 36 und im Irak mit 15 Milliarden Tonnen, erklärte DNR-Präsident Hubert Weinzierl. Amerika will sich zulasten von Mensch und Umwelt seinen überzogenen Lebensstandard sichern.“

Sollte ein Irak-Krieg ausbrechen, werden die bisherigen zaghaften Erfolge beim Klimaschutz weitgehend zunichte gemacht. Allein der Truppenaufmarsch am Persischen Golf setzt ungeheure Mengen an klimawirksamen Schadgasen frei. Ein Krieg würde ein Vielfaches davon in die Atmosphäre blasen, so der DNR.

Ein Irak-Krieg wird nach Ansicht des DNR die Klimakatastrophe verschärfen und dem bitter notwendigen, ökologischen Umbau der Weltwirtschaft entscheidende Ressourcen abziehen.

„Die Weltfamilie muss in dieser Stunde der Not zusammenrücken und die Milliarden in das Überleben von Mensch und Schöpfung investieren,“ sagte der DNR-Präsident.








(~219 Worte, ~1542 Zeichen, Originaldokument: Pm06-2003.doc)
Helmut Röscheisen, DNR-Generalsekretär, Tel. 0228-35 90 05

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