Presseinformation 05.10.2015

DNR verleiht Förderpreise im Projekt "Mehr Agrarökologie"

Pressemitteilung des Deutschen Naturschutzrings

Der Deutsche Naturschutzring verleiht im Rahmen des Projekts „Mehr Agrarökologie!“ Förderpreise an Betriebe mit vorbildlichen Umstellungskonzepten für ökologischen Landbau und übergibt die Projektführung an seinen Mitgliedsverband

Am gestrigen Sonntag wurde der DNR-Förderpreis an neun Landwirte verliehen, deren Konzept zur Umstellung von konventioneller auf biologische Landwirtschaft Vorbildcharakter haben. Sie wurden von dem DNR-Expertengremium, bestehend aus Vertretern verschiedener Ökolandbauverbände, aus insgesamt 50 Bewerbungen ausgewählt. Hiermit unterstützt der Deutsche Naturschutzring, Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen (DNR)e.V. das Engagement von Landwirten, sich für eine ökologischen Landbewirtschaftungzu entscheiden und damit deutschlandweit mehr Fläche für den BIO-Landbau zu generieren. Vor allem in den ersten zwei Jahren der Umstellungsphase müssen oft zusätzliche Mittel aufgebracht werden, um die Umstellung zu realisieren. Hier setzt das Projekt „Mehr Agrarökologie!“ an. Um die Hemmschwelle zu überbrücken, wurde eine finanzielle Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe mithilfe einer zweckgebundenen Spende von Alnatura und Lebensbaum ermöglicht. Alnatura und Lebensbaum danken dem DNR, die gemeinsame Zielvorstellung, mehr heimische Landwirtschaftsfläche in den Ökolandbau zu bringen, so zügig in einem Pilotprojekt voran gebracht zu haben. Insgesamt konnten so bereits fast 1500 ha Land auf biologische Landwirtschaft umgestellt werden.

Die Preisverleihung fand im Rahmen eines Erntedankfestes auf dem Hof der Schäferei Mackensen, einem der neun Preisträger, statt. Dort wurde auch nochmals offiziell die Übergabe der Projektleitung vom DNR an seinen Mitgliedsverband NABU (Naturschutzbund Deutschland) verkündet. Auf Vorschlag des DNR wird der Staffelstab nach dieser Pilotphase des Projektes „Mehr Agrarökologie!“ für eine langfristige Projektumsetzung an den DNR-Mitgliedsverband NABU übergeben, der durch seine regionale Verankerung und seine langjährige Erfahrung im Bereich Landwirtschaft näher an der Praxis ist. Der DNR wird weiterhin die Teilnahme an der Ausschreibung auf den ihm zugänglichen Kommunikationswegen propagieren und hofft, dass sich auch zukünftig zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe für eine Förderung bewerben.

Pressekontakt:
Helga Inden-Heinrich, DNR-Geschäftsführerin, Tel.: 030 / 678 1775 - 98

Janine Jachtner, DNR, Mobil: 0171 / 93 93 612