Effizienz-Weltmeister EU!?

Laufzeit

Das Projekt läuft vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2010.

Ansprechpartner

Projekt-Website



www.eu-koordination.de

Zielsetzung

Die Systematisierung der zahlreichen klima- und energiepolitischen Prozesse, um den deutschen Umweltverbänden eine zielgerichtete Arbeit in diesem Politikfeld zu ermöglichen. Auch Journalisten sollen hiermit angesprochen werden, zumal eine "europäische Öffentlichkeit" noch immer in den Kinderschuhen steckt.

Einen Beitrag für eine klima- und energiepolitisch ambitionierte Gesetzgebung auf europäischer Ebene zu leisten. Dies gilt sowohl kurzfristig durch Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit an konkreten Themen, als auch langfristig durch die Heranführung und Befähigung der deutschen Umweltverbände.

Verknüpfung und Einbindung der Aktivitäten von deutschen Umweltorganisationen im Politikfeld Klima/Energie in den europäischen (NGO-)Kontext. Neben dem Aufbau und der Intensivierung von Netzwerken geht es dabei auch um die Abstimmung von Positionen mit Umweltorganisationen aus anderen EU-Mitgliedstaaten und Brüssel.

"Empowering" der deutschen Umweltverbände und von Einzelpersonen in EU-politischen Zusammenhängen. Dabei soll sowohl grundlegendes Wissen über Strukturen und Arbeitsweise der EU vermittelt werden, als auch über die konkreten energie- und klimapolitischen Prozesse.

Vorgehensweise

Grundsätzlich wird der Zeitplan stark von den politischen Entwicklungen auf europäischer Ebene beeinflusst. Da es ein Ziel ist, die Zielgruppe aktuell über neueste Entwicklungen zu informieren, ist es wichtig, "am Ball zu bleiben". Weil Zeitpläne etwa von der Kommission häufig verschoben werden, ist eine gewisse Flexibilität notwendig.

Die Maßnahmen, die im Einzelnen ergriffen werden, zielen auf die gesamte Breite der politischen Prozesse im Bereich Klima/Energie, speziell Energie- und Ressourceneffizienz ab. Dabei geht es auch darum, solche Prozesse zu identifizieren und einzubeziehen, die erst auf den zweiten Blick in ihrer Relevanz für das Thema erkennbar sind.

Die folgenden Maßnahmen sollen im Wesentlichen ergriffen werden:

1. Informationsaufbereitung
Die Verarbeitung und Aufbereitung von Informationen nimmt einen großen Stellenwert ein. Dabei geht es darum, die für "Nicht-Insider" häufig schwer verständlichen Prozesse und Texte der europäischen Politik einfach und verständlich für die Zielgruppen aufzubereiten.

Die Darstellung und Verbreitung soll in verschiedenen Formen erfolgen (siehe II.6):


2. Lobbyarbeit
Vorranging werden die deutschen Umweltverbände in ihren eigenen Lobbyaktivitäten unterstützt. Vor allem in Bereichen, in denen die deutschen Umweltverbände wenig Aktivitäten zeigen, werden eigene Initiativen und Maßnahmen ergriffen (das wird z.B. in den Bereichen "Einbeziehung des Flugverkehrs in den Emissionshandel" oder "Aktionsplan nachhaltige Produktions- und Konsummuster" der Fall sein). Dabei wird eng mit dem Europäischen Umweltbüro (EEB), mit dem der DNR seit vielen Jahren kooperiert, zusammengearbeitet.

3. Lern- und Lobbytouren nach Brüssel
Brüssel ist das Herz der europäischen Gesetzgebung. Viele Umweltaktive kennen die Stadt und ihre politischen Wege aber nicht oder kaum. Daher ist geplant, jährlich eine "Lern- und Lobbytour" für jeweils 20-30 Aktive aus den deutschen Umweltverbänden (Haupt- und Ehrenamtliche) zu organisieren. Dabei sind Gespräche mit ParlamentarierInnen, MitarbeiterInnen der Kommission und anderer Institutionen oder auch Wirtschaftsverbänden und Umweltorganisationen geplant. Gerade die Vernetzung mit den Brüsseler Umweltorganisationen ist dabei - neben Lernen, Informieren und Lobbyaktivitäten - ein wichtiger Aspekt.

4. Individuelle Beratung
Umweltorganisationen oder Einzelpersonen, die sich in ihrer Arbeit zukünftig verstärkt auf europäische Politikprozesse konzentrieren wollen, können eine individuelle Unterstützung erhalten. Eine solche Beratung bezieht sich in der Regel auf einzelne Projekte und ist zeitlich begrenzt. Ggf. kann sie auch finanzielle Förderungsmöglichkeiten als Gegenstand haben.

5. Vernetzung fördern
Wer in Europa etwas bewegen will, muss Grenzen überwinden - nicht nur geographische, sondern häufig auch kulturelle und sprachliche. Die EU-Koordinationsstelle des DNR hat seit vielen Jahren Kontakte und Netzwerke in ganz Europa aufgebaut. Ein wesentlicher Aspekt des Projektes ist es daher, die Vernetzung von deutschen Umweltorganisationen zu möglichen Partnern oder Umweltverbänden ín anderen Ländern aufzubauen und zu intensivieren.

6. Capacity Building/ Bestellseminare
Auf Workshops und Seminaren werden Grundlagen zur EU-Politik gelegt und einzelne Themen vertieft behandelt. Das Projekt wird Bestellseminare anbieten, also auf Nachfrage zu einzelnen Organisationen im gesamten Bundesgebiet reisen, um vor Ort ein- oder zweitägige Seminare oder Workshops abzuhalten.

Beschreibung

Das Projekt greift die aktuelle europäische Energie- und Klimapolitik, und dabei ganz besonders den Aspekt der Energie- und Ressourceneffizienz auf. Es geht davon aus, dass dieses Politikfeld in den nächsten Jahren politisch äußerst relevant sein wird und dass die europäische Ebene dabei entscheidend sein wird.
Die Fülle unterschiedlicher politischer Prozesse auf EU-Ebene macht das Politikfeld allerdings nur schwer durchschaubar. Da die meisten deutschen Umweltverbände nach wie vor unsicher im Umgang mit europäischen Institutionen und Strukturen sind, findet sich hier eine wesentliche Hürde für effektives Engagement. Das Projekt zielt daher darauf ab, den deutschen Umweltverbänden, und insbesonderen den DNR-Mitgliedsverbänden, das komplexe Themenfeld "EU Energie- und Klimapolitik" näher zu bringen und sie zu eigenen Aktivitäten zu motivieren und befähigen. Der Weg dahin führt über Informationsaufbereitung, Lern- und Lobbytouren nach Brüssel, Capacity Building und individuelle Beratung. Zusätzlich wird in Teilbereichen eigenständige politische Lobbyarbeit betrieben.

Weitere Informationen: www.eu-koordination.de

Förderung

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).