Umwelt- und naturverträgliche Windenergienutzung
Laufzeit
Das Projekt läuft vom 01. September 2009 bis voraussichtlich zum 30. September 2011.
Ansprechpartner
- Günter Ratzbor
- Im Bruche 10, 31275 Lehrte-Aligse
- g.ratzbor[at]schmal-ratzbor.de
- Dr. Helmut Röscheisen
- Deutscher Naturschutzring
- Koblenzerstr. 65, 53173 Bonn
- E-mail: Kontaktformular
Projekt-Website
Zielsetzung
Seit Erscheinen der DNR-Informationkampagne „Umwelt- und naturverträgliche Windenergienutzung in Deutschland (onshore)“ im Jahr 2005 hat sich vieles geändert. Die Diskussion der letzten Jahre hat gezeigt, dass sich mit der zunehmenden Nutzung erneuerbarer Energiequellen neue Themenfelder auftun, die es argumentativ einzuordnen gilt.
Weiterhin ist die Diskussionen von Nöten, potentiell geeignete Standorte nutzbar zu machen sowie Anlagengenehmingungsverfahren zu beschleunigen zu versachlichen und den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben und dabei die Umwelt- und Naturverträglichkeit zu gewährleisten.
In diesem Zusammenhang gilt es, unnötige Kosten in Form von Abschaltzeiten zu vermeiden. Gleichzeitig soll der aktuelle wissenschaftliche Kenntnisstand in der Form dargestellt werden, dass er direkt in politische sowie planerische Prozesse eingebunden werden kann. Die erarbeiteten Ergebnisse werden in einer angemessenen Form und zielgruppenorientiert öffentlich gemacht.
Vorgehensweise
1. Aktualisierung der Broschüre
Im Projekt soll der vorhandene Text der DNR-Informationskampagne zum Thema "Umwelt- und naturverträgliche Windenergienutzung in Deutschland (onshore)" aus dem Jahr 2005 überprüft und neue Fakten eingearbeitet werden. Die Umsetzung erfolgt über Recherchen. Als Ergebnis wird eine aktuelle Fassung der in der vorliegenden Grundlagenarbeit zur umwelt- und naturverträglichen Windenergienutzung in Deutschland (onshore) „Windkraft im Visier - Analyse- " behandelten Themenbereichen vorliegen.
- Allgemeine Zahlen und Fakten
- Vorgaben der Bundesländer
- Genehmigungsrecht und laufende Rechtsprechung
2. Schwerpunkte neuer Themenfelder
Aus der öffentlichen, teilöffentlichen und nicht öffentlichen Diskussion um die Nutzung der Windenergie lassen sich Themenfelder isolieren, die einerseits bisher nicht im notwendigen Umfang behandelt wurden und andererseits bereits aktuell oder zukünftig eine zentrale Rolle spielen werden. Die jeweiligen Inhalte sollen in Fachgesprächen erarbeitet und nach ergänzenden Recherchen für den Sachstandsbericht bewertend zusammengefasst werden.
Als Vorbereitung der Fachgespräche sind der aktuelle Diskussionsstand und der wissenschaftliche Kenntnisstande aufzuarbeiten und gegenüberzustellen. Diskrepanzen aber auch planungsmethodische bzw. zulassungsrechtliche Anforderungen sind aufzuzeigen und als Fragenkatalog bzw. Eingangsthese zu entwickeln. Darauf aufbauend sind die Personen oder Organisationen zu lokalisieren, die sich mit den lokalisierten Teilgebieten umfassend und richtungweisend befasst haben und der Auseinandersetzung neue Impulse geben können.
Als Ergebnis wird eine Ergänzung der in der vorliegenden Grundlagenarbeit zu umwelt – naturverträgliche Windenergienutzung in Deutschland (onshore) Windkraft im Visier – Analyse - § behandelten Themenbereiche vorliegen. Dabei werden sowohl die Auseinandersetzung mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft auf Grundlage der vorliegenden Studien und Veröffentlichungen als auch die Ergebnisse der Fachgespräche in den Text einfließen Zusammen mit der erarbeiteten Aktualisierung der bereits vormals behandelten Themenfelder wird eine Neufassung dieser Analyse entstehen, die über das Internet zugänglich gemacht und im Rahmen der weiteren Öffentlichkeitsarbeit in Informationsmaterialien zusammengefasst werden soll.
Die Ergebnisse sollen die aktuelle Diskussion versachlichen und die entscheidungserheblichen Fakten übergreifend heraus arbeiten. Damit sollen sowohl sich betroffen fühlende Bürger als auch politische Entscheidungsträger, Verwaltungen und Juristen in die Lage versetzt werden, komplexe Sachverhalte mit vielfältigem Querbezügen sachbezogen 7und zutreffend in die jeweilige Meinungsbildung einzubeziehen.
Die einzelnen Bearbeitungsthemen lauten wie folgt:
- Windenergienutzung und Wald
- Windenergieanlagen und Landschaftsbild
- Arten- bzw. Naturschutz
- Windenergienutzung und Wald
- Die Erheblichkeitsschwelle bei Auswirkung von WEA auf ( Brut-, Gast- oder Rast-) Bestände
- Die Erheblichkeitsschwelle der Auswirkung von WEA auf den Vogelzug
- Teilprojekt: Windenergienutzung und Biodiversität
- Bewertung von Eingriffen in Natur und Landschaft und von Veränderungen des Landschaftsbildes im Rahmen des Repowering
- Klären von spezifischen Rechtsfragen als Grundlage für das obige Thema
Beschreibung
Als 1995 eine Gruppe von Wissenschaftlern beim BfN- Fachgespräch „Klimaänderungen und Naturschutz – Klimabedingte Vegetations- und Faunenveränderungen und Konsequenzen für den praktischen Naturschutz“ zukünftige Bedrohungen diskutierte, bestand das sogenannte CO2- Minderungsprogramm der Bundesregierung bereits seit fünf Jahren. Dessen Ziel war es, im Jahre 2005 die CO2- Emmisionen um 25 bis 30% - bezogen auf das Emissionsniveau des Jahres 1987 – zu reduzieren.
Es zeigte sich sehr bald und in erschreckender Weise, dass weder das ursprüngliche Ziel erreicht noch der Klimawandel zumindest hätte verlangsamt werden können. Aus den „zukünftigen Bedrohungen“ waren vielmehr „aktuelle Gefahren“ für die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes und für unser heimatliches Artenspectrum geworden.
Die deutschen Naturschutzverbände brachten diese Erkenntnisse und die Konsequenzen daraus in eigene Positionsfindungen und Handlungen, aber auch in die Mitarbeit bei der Entwicklung der „ nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ ein und unterstützten seither die politischen Ansätze zur CO2-Reduzierung und zur Anpassung an den Klimawandel.
Dabei spielt bis heute neben der Energieeinsparung und Effizienzsteigerung auch die Förderung der erneuerbaren Energien eine zentrale Rolle. Keine der zurzeit genutzten erneuerbaren Energien ist allerdings ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen für Mensch und Natur. Doch sind diese- anders als die Nutzung fossiler oder atomarer Energieträger – jedenfalls frei von elementaren Gefahren.
Daraus ergibt sich eine besondere Verantwortung der im Deutschen Naturschutzring vereinten Umwelt- du Naturschutzverbände: Nämlich die Entwicklung erneuerbarer Energien als Ganzes zu fördern, ohne dass im Einzelnen die Komplexen und komplizierten Wechselwirkungen des Naturhaushaltes oder unser heimischer Artenbestand nachhaltig geschädigt werden.
Diese Herausforderung ist nur mit Hilfe von " versachlichendem Wissen“ zu bewältigen. Ängste und Sorgen motivieren zwar zum Handel, doch eine sinnvolle und ergebnisorientierte Auseinandersetzung um komplexe Wirkungszusammenhänge – vor allem angesichts sich neu auftuender innerer Widersprüche oder Zielkonflikte – ist nur mit „ belastbarem Wissen“ möglich.
Downloads
Thesen- und Positionspapiere
Biodiversität - Für eine Zukunft voller Leben [352 KB]
Windenergieanlagen und Landschaftsbild [1.208 KB]
Windenergieanlagen und Wald [149 KB]
Infraschall-Emissionen [1.544 KB]
Kampagnenlogo
Das Logo zur Kampagne "Windkraft im Visier"
Förderung
Dieses Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Projektträger Jülich, PTJ)





