Zero Mercury / Null Quecksilber

Laufzeit

Das Projekt läuft vom 01.05.2007 bis zum 31.10.2009

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Zielsetzung

Das Quecksilber-Projekt des DNR ist der deutsche Beitrag zur Zero Mercury Campaign des Europäischen Umweltbüros (EEB). Ziel der weltweiten Kampagne ist es, die Verwendung, das Angebot und die Nachfrage von Quecksilber aus allen kontrollierbaren Quellen auf Null zu reduzieren. Quecksilber ist hochgiftig für Menschen, Tiere und Ökosysteme. Schon sehr kleine Mengen können das Nervensystem ernsthaft schädigen. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen und die Europäische Kommission haben daher Programme eingeleitet, um die Verwendung von Quecksilber weltweit zurückzudrängen. Umwelt-NGOs begleiten diesen Prozess kritisch und konstruktiv.

Vorgehensweise

Lobbyarbeit: Die Lobbyarbeit ist mit dem Europäischen Umweltbüro und Umweltverbänden anderer Mitgliedstaaten abgestimmt, um wirkungsvolle europäische Regelungen gegen Quecksilber zu erreichen. Ein Erfolg der Lobbyarbeit ist das Verbot von quecksilberhaltigen Fieberthermometern und anderen Messgeräten sowie ein Exportverbot für Quecksilber aus der EU.

Chlorchemie: In acht Chlorwerken in Deutschland wird Chlor-Alkali-Elektrolyse mithilfe der Quecksilbertechnik angewandt, obwohl es quecksilberfreie und energiesparendere Verfahren gibt. Durch Recherche, Öffentlichkeitsarbeit, Gespräche mit den Unternehmen und den Aufsichtsbehörden wird Druck aufgebaut, damit die Anlagen schneller geschlossen oder umgerüstet werden.

Gesundheitsgefahren: Verbraucher werden über die Gesundheitsgefahren von Quecksilber informiert, insbesondere durch den Verzehr stark belasteten Fischs (vor allem Thunfisch, Schwertfisch, Hai). Weiterhin wird für Zahnfüllungen Quecksilberamalgam verwendet, was unmittelbare Gesundheitsauswirkungen hat und zudem eine der größten Anwendungsgebiete von Quecksilber ist.

Über Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren informieren: diese enthalten Quecksilber und müssen als Sondermüll entsorgt werden, sind aber dennoch umweltfreundlich. Bei der (in Deutschland üblichen) Stromerzeugung mit Kohle werden große Mengen Quecksilber und anderer Schadstoffe freigesetzt.

Finanzierung

Das Projekt wird finanziert durch das Europäische Umweltbüro in Brüssel.

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