Ökologische Gerechtigkeit
Umweltschutz als Chance für mehr soziale Gerechtigkeit. Der Beitrag der Zivilgesellschaft für eine nachhaltige Entwicklung
Laufzeit
Das Projekt läuft vom 01.07.2010 bis zum 31.03.2012.
Ansprechpartner
- Helga Inden-Heinrich, Marienstr. 19-20, 10117 Berlin
- Deutscher Naturschutzring
- Tel. 030/6781775-70, Fax -80
- E-Mail: Kontaktformular
- Ines Jentsch
- Telefon: 030-6781775-84, Fax -80
- E-Mail: Kontaktformular
Infos zum Projekt
Zielsetzung
Das Projekt zielt darauf ab, die Zivilgesellschaft in ihrer ganzen Breite über den Nachhaltigkeitsprozess zu informieren, für Umweltschutz zu sensibilisieren und sie zum Mitmachen zu motivieren.
Es verdeutlicht, dass Umweltschutz die Lebensqualität wesentlich steigert. Es vernetzt zivilgesellschaftliche, politische und wissenschaftliche Akteure und rückt die besondere Verknüpfung der Dimensionen Umwelt und Soziales für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft in den Vordergrund. Es zeigt, dass und wie Umweltschutz einen wichtigen Beitrag auch zu sozialer Gerechtigkeit leisten kann:
- Es verankert den Nachhaltigkeitsprozess über das Thema ökologische Gerechtigkeit bei den Multiplikatoren in den Umwelt-, Sozial-, MigrantInnen-, Verbraucher- und Jugendverbänden, den Gewerkschaften und Kirchen und kommuniziert das Thema in die breitere Fachöffentlichkeit.
- Es knüpft neue strategische Allianzen für eine kooperative Zusammenarbeit der Sozial- und Umweltverbände für eine nachhaltige Entwicklung.
- Es wirkt auf die interkulturelle Öffnung und Ausrichtung der Umweltverbände hin und knüpft damit an das geschlossene Projekt des DNR " Biodiversität - (er)leben und gestalten in Vielfalt, interkulturelle Sensibilisierung für Biodiversität unter Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund" an, das eine Strategie für die interkulturelle Öffnung der Verbände erarbeitet und erste Kooperationsnetzwerke geknüpft hat.
- Es erreicht die breite Öffentlichkeit und sensibilisiert und aktiviert sie für den Umweltschutz.
Vorgehensweise
Folgende Materialien werden erstellt:
• Internetplattform „Mehr Gerechtigkeit durch Umweltschutz“
Auf der Internetseite wird der Nachhaltigkeitsprozess über das Thema der ökologischen Gerechtigkeit bei den Multiplikatoren der Umwelt- und Sozial-, MigrantInnen-, Verbraucher- und Jugendverbände, der Gewerkschaften und Kirchen verankert. Hierfür wird die bereits existierende Internetseite www.nachhaltigkeits-check.de umfassend überarbeitet und um die Rubrik „Zivilgesellschaftlicher Beitrag – mehr Gerechtigkeit durch Umweltschutz“ erweitet. Dort können die unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Akteure ihre Projekte vorstellen, sich über den Nachhaltigkeitsprozess informieren, diskutieren und neue strategische Allianzen knüpfen.
• Die bereits vorhandene Broschüre „Mehr Gerechtigkeit durch Umweltschutz“, wird weiter verbreitet und besonders in der Entstehungsphase der neuen Internetplattform genutzt.
• Eine neue Broschüre „Anleitung für zivilgesellschaftliche Nachhaltigkeitsprojekte“ soll zivilgesellschaftlichen Akteuren als Anleitung dienen, wie sie neue Projekte im Bereich ökologischer Gerechtigkeit ins Leben rufen können. Hierfür werden konkrete Tipps und einige Entstehungsgeschichten aus den Projekten, die auf der Internetplattform vorgestellt werden, gesammelt.
• Ein vierteljährlicher elektronischer Newsletter enthält Informationen zu wissenschaftlichen Studien, Veranstaltungshinweise und politischen Entwicklungen im Bereich ökologischer Gerechtigkeit und wird an einen interessierten Kreis von Nutzern verbreitet. Den Newsletter kann jeder beziehen.
• Eine Mailing-Liste wird eingerichtet, auf der sich die unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Akteure über das Thema ökologische Gerechtigkeit austauschen können.
• Das Factsheet zu Ökologischer Gerechtigkeit soll VertreterInnen von Umwelt- und Sozialverbänden sowie JournalistInnen mit kurz und knapp aufbereiteten Informationen über das Thema informieren.
• In der DNR-Zeitschrift umwelt aktuell und den Verbändezeitschriften der Mitgliedsorganisationen wird regelmäßig über das Projekt und den Nachhaltigkeitsprozess berichtet.
• Zum Abschluss des Projekts wird eine Dokumentation zur Abschlusskonferenz mit den wesentlichen Erkenntnissen und nutzbringenden Informationen erstellt.
Beschreibung
• Internetplattform „Mehr Gerechtigkeit durch Umweltschutz“
Ziel der Internetplattform ist es, den Nachhaltigkeitsprozess über das Thema der ökologischen Gerechtigkeit bei den Multiplikatoren der Umwelt- und Sozial-, MigrantInnen-, Verbraucher- und Jugendverbände, der Gewerkschaften und Kirchen zu verankern. An Hand der vier Leitlinien Generationengerechtigkeit, Lebensqualität, sozialer Zusammenhalt und Internationale Verantwortung soll die Internetseite über den Beitrag der Zivilgesellschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung informieren. Hierfür wird die bereits existierende Internetseite www.nachhaltigkeits-check.de umfassend überarbeitet und um die Rubrik „Zivilgesellschaftlicher Beitrag – mehr Gerechtigkeit durch Umweltschutz“ erweitet. Auf der Internetplattform können die zivilgesellschaftlichen Akteure (Umwelt-, Sozial-, Jugend-, MigrantInnen-, Verbraucherverbände, Gewerkschaften und Kirchen) ihre zahlreichen Projekte, die Umwelt- und Sozialaspekte aufweisen, vorstellen und der Öffentlichkeit zeigen, dass und wie Umweltschutz zu mehr sozialer Gerechtigkeit führen kann. Zudem soll die Webseite den unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Akteuren die Möglichkeit bieten, sich auszutauschen und mögliche Kooperationspartner für gemeinsame Ziele und Projekte zu finden um sich gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft einzusetzen.
• Netzwerke schaffen und Arbeitskreise bilden
Über die Internetplattform hinaus nutzt das Projekt alte und knüpft neue Allianzen zwischen Umwelt- und Sozialverbänden. Durchgeführt werden eine Serie von Arbeitsbesprechungen, hauptsächlich innerhalb Berlins mit RepräsentantInnen aus Sozialverbänden, bei denen bereits bestimmte Anknüpfungspunkte bestehen, mit dem Ziel, mehrere Arbeitskreise zu bilden – beispielsweise einen Arbeitskreis „grüne Stadtentwicklung an sozialen Brennpunkten“. Dieser könnte sich zum Beispiel für die Durchsetzung von mehr Umweltschutzmaßnahmen innerhalb des Stadtförderungsprogramms des Bundes „Stadteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – soziale Stadt“ einsetzen. Ein Arbeitskreis zu Umwelt und Gesundheit könnte sich dafür einsetzen, dass außer Nordrhein-Westfalen noch weitere Bundesländer ein Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit entwickeln.
Ein Arbeitskreis „Umwelt und Migration“ könnte auf die interkulturelle Öffnung der Umweltverbände hinwirken.
• Ehrenamtliches Engagement für den Umweltschutz
Auf Informationsveranstaltungen motiviert das Projekt die Mitgliedsverbände des DNR sowie weitere Umwelt- und Sozialverbände, besondere Angebote zu schaffen, über die sich einkommensschwache und bildungsferne Gruppen und Menschen mit geringer sozialer Einbindung freiwillig für Umweltschutz engagieren können.
• Besuche bei zivilgesellschaftlichen Projekten
Das Projekt organisiert Besuche von VertreterInnen von Verbänden, insbesondere Jugendorganisationen bei zivilgesellschaftlichen Projekten, wo über ökologische Gerechtigkeit informiert wird. Teilnehmen können dort auch VertreterInnen aus den Ministerien und Medien.
• Kooperation mit den Nachhaltigkeitsprojekten des BUND und NABU und der DUH
Das Projekt kooperiert eng mit den Nachhaltigkeitsprojekten der Mitgliedsverbände BUND, NABU und DUH und gewährleistet so die weitere konstruktive und kontinuierliche Begleitung des nationalen Nachhaltigkeitsprozesses durch die Umweltverbände.
• Kooperation mit den Umweltvertretern des Rates für Nachhaltige Entwicklung(RNE)
Das Projekt stärkt die Berücksichtigung ökologischer Belange in der Arbeit des RNE, indem es eng mit den Umweltvertretern des RNE kooperiert und den gegenseitigen Austausch mit der Zivilgesellschaft gewährleistet.
• Evaluation und Abschlusskonferenz
In der abschließenden Phase des Projektes wird die Arbeit evaluiert und eine Abschlusskonferenz durchgeführt. Dort werden die Gesamtergebnisse vorgestellt und es findet eine diskursive Evaluation der Projektfortschritte statt. Ein Abschlussbericht dokumentiert die Ergebnisse.
Förderung
Förderhinweis:
DIESES PROJEKT WIRD GEFÖRDERT VON:
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