Naturschutz & Biodiversität

Biodiversitätskonferenz: Verbände fordern, Artenschutz zur Chefsache zu machen

Vom 2. bis 5. Juli findet im schwedischen Trondheim die Konferenz zur Biodiversität (9th Trondheim Conference on Biodiversity) statt. Die Konferenz ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu weltweiten post2020-Biodiversitätszielen. An der diesjährigen Konferenz nehmen VertreterInnen von Unternehmen und Regierungen sowie Experten aus über 115 Ländern teil.

In einem offenen Brief an die deutsche Bundeskanzlerin haben die Frankfurter Zoologische Gesellschaft (FZG), die Campaign for Nature, das Museum für Naturkunde Berlin sowie das Forschungsinstitut und Naturkundemuseums Senckenberg, Frankfurt am Main, Forderungen formuliert:

  1. Die Verabschiedung eines verbindlichen nationalen Maßnahmenkataloges mit ausreichender Finanzierung, der den Empfehlungen des Weltbiodiversitätsrates zum Schutz der Biologischen Vielfalt (IPBES) folgt und diese konsequent umsetzt;
  2. Auf dieser Grundlage ein engagiertes und couragiertes EU-internes und internationales Eintreten der Bundesregierung für die Vereinbarung entsprechender 2030-Ziele auf der COP 15 im Oktober nächsten Jahres. Deutschland komme unter anderem wegen der EU-Ratspräsidentschaft eine wichtige Führungsrolle zu. 

Der WWF forderte anlässlich der Trondheimer Konferenz zur Biodiversität einen Nullverlust von Naturräumen und Arten sowie die Reduzierung der negativen ökologischen Auswirkungen von Produktion und Konsum um mindestens die Hälfte vor, um den Verlust der natürlichen Vielfalt zu bekämpfen. "Wissenschaftlich fundierte, erreichbare und integrierte Ziele" seien wesentlich, um der Natur zu ermöglichen, sich wieder zu erholen. [jg]

Offizielle Konferenzseite: https://trondheimconference.org

Pressemitteilung FZG et al.

Pressemitteilung WWF