Naturschutz & Biodiversität

EU-Parlament fordert EU-Kommission zu besserem Schutz von Bestäubern auf

Straßburg ist der Meinung, dass die von der Kommission im Juni 2018 vorgeschlagene „EU-Initiative für Bestäuber“ in ihrer jetzigen Form nicht ausreiche, um Bienen und andere Bestäuber zu schützen.

Die Abgeordneten des Parlaments fordern die Kommission in einer Entschließung auf, ein umfangreiches Aktionsprogramm für Bestäuber umzusetzen und dieses ausreichend zu finanzieren.

Ursachen wie Landnutzungsänderungen, intensive landwirtschaftliche Bewirtschaftung, Pflanzenschutzmittel und die Auswirkung von Umweltverschmutzung auf Bestäuber-Populationen werden nur unzureichend berücksichtigt, bemängelte Sven Giegold, Mitglied der Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament. Die hohe Beteiligung an der Europäischen Bürgerinitiative „Save Bees and Farmers“ innerhalb von drei Wochen zeige, wie sehr das Thema innerhalb der Gesellschaft steht.

Das Parlament fordert Pestizidrückstände in den Lebensräumen der Bienen drastisch zu verringern, die Pestizidreduktion in der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu verankern sowie EU-weite verbindliche Reduktionsziele in die Richtlinie für die nachhaltige Verwendung von Pestiziden aufzunehmen. Weiterhin hat sich das Parlament für die Erhöhung finanzieller Mittel zur Unterstützung der Ursachenerforschung des Bienenschwunds ausgesprochen.

Die Entschließung ist rechtlich unverbindlich. [cs]

Pressemitteilung des EU-Parlaments  

Stellungnahme von Sven Giegold  

Europäische Bürgerinitiative „Save Bees and Farmers“