Naturschutz & Biodiversität

Grünes Band Europas soll Welterbe werden

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Dreißig Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs plädiert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) unter anderem an den finnischen EU-Ratsvorsitz, sich für das "Grüne Band Europa" einzusetzen.

"Eine 12.500 Kilometer lange Lebenslinie hat sich über vier Jahrzehnte im Schatten des Eisernen Vorhangs entwickelt und ist nun für viele bedrohte Tierarten ein wichtiger Rückzugsraum und Wanderkorridor und für die Menschen eine einzigartige Erinnerungslandschaft. Deshalb soll das Grüne Band Europa UNESCO-Welterbe werden", erläutert Hubert Weiger das Bestreben des BUND.

Weiger lobte die Thüringer Entscheidung, das 763 Kilometer lange Teilstück als Nationales Naturmonument auszuweisen. Dies sollte in allen Ländern entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs Schule machen. Darüber hinaus könne es "die Nominierung des Grünen Bandes als UNESCO-Weltnatur- und -kulturerbe beflügeln."

Weil sich derzeit in den nordischen Ländern, im fennoskandischen Abschnitt des Grünen Bandes, in Sachen Welterbe soviel Positives bewege, könnte aus Sicht des BUND die aktuelle EU-Ratspräsidentschaft Finnlands einen weiteren positiven Anstoß dafür geben, dass das gesamte Grüne Band Europas auch im Rahmen der UNESCO besser geschützt werde.

Um die bestehenden Schutzgebiete im Grünen Band Europa untereinander und grenzübergreifend zu verknüpfen, arbeiten derzeit elf Organisationen aus acht Ländern in dem EU-geförderten Projekt "DaRe to Connect" unter Leitung des BUND zusammen. "Wie Perlen an einer Kette reihen sich 49 Nationalparke und 7.319 weitere Schutzgebiete im Grünen Band Europa aneinander. Dies ermöglicht es vielen Arten, zwischen unterschiedlichen Regionen zu wandern, was für die genetische Vielfalt wichtig ist und im dicht besiedelten Europa immer schwieriger wird", schreibt der BUND. [jg]

Pressemitteilung BUND

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