Abfall

Erhöhte Ansprüche an EU-Plastikstrategie

15.06.2017

15 Umweltagenturen der EU wollen von der EU-Kommission eine Plastikstrategie, die vor allem auf Recyclingfähigkeit setzt. Die Strategie soll Ende des Jahres erscheinen.

In der Plastikstrategie führt die EU-Kommission aus, wie sie die Recyclingquote der Plastikabfälle von derzeit 30 Prozent (Jahr 2014) erhöhen will. Die Umweltagenturen, unter anderem das Umweltbundesamt (UBA), betonen allerdings, dass eine Erhöhung der Quoten nur durch vielseitige Maßnahmen erreicht werden kann. Daher müssen die länderspezifischen Unterschiede stärker in der Strategie berücksichtigt werden. Bei einigen Mitgliedstaaten ist vor allem der hohe Verbrennungsanteil von Kunststoffen problematisch, anderen würde helfen, eine separate Sammlung einzuführen.

Wichtig sei auch, Standards für eine verbesserte Recyclingfähigkeit für Plastikprodukte EU-weit unter der Ökodesign-Richtlinie einzuführen, so die Umweltagenturen in ihrem Positionspapier. Auch äußerten sie sich kritisch zu der weit verbreiteten Annahme Bioplastik sei aus Umweltgesichtspunkten besser als Plastik auf Erdölbasis. Hier solle die biologische Abbaufähigkeit von den verschiedenen Bioplastiktypen offiziell überprüft werden.

Die Plastikstrategie ist Teil des Kreilauswirtschaftspaketes der EU-Kommission. In dem Paket werden vier Gesetzgebungen mit Abfallbezug überarbeitet, unter anderem die Abfallrahmenrichtlinie. [es]

Position der 15 Umweltagenturen