Chemie & Nanotechnologie

Exportmeldungen über gefährliche Chemikalien steigen

08.09.2017

Die Europäische Chemikalienagentur ECHA hat einen ersten Bericht zur Umsetzung der sogenannten PIC-Verordnung veröffentlicht. Die Verordnung regelt die Ein- und Ausfuhr bestimmter gefährlicher Chemikalien und verpflichtet Unternehmen, die diese Chemikalien in Länder außerhalb der EU ausführen möchten, die Empfänger vorab zu informieren und deren Zustimmung einzuholen (engl. prior informed consent, PIC). Sie dient dazu, in der Europäischen Union das Rotterdamer Übereinkommen umzusetzen.

Laut Bericht ist die Anzahl der Meldungen von EU-Unternehmen zur Ausfuhr bestimmter gefährlicher Chemikalien außerhalb der EU in den letzten drei Jahren (2014-2016) um 74 Prozent gestiegen. Die Zahl der Unternehmen, die mit der PIC-Verordnung umgehen, ist von 390 auf 1.177 angestiegen. Das zeige einerseits erfreulicherweise, dass die Verordnung bekannter geworden ist, und der Export von gefährlichen Chemikalien transparenter geworden ist, lobt ECHA-Direktor Geert Dancet. Andererseits müssten die Kapazitäten der ECHA erhöht werden, um die wachsende Arbeit erledigen zu können. Mit der EU-Kommission und den Mitgliedstaaten will die ECHA deshalb noch weitere Änderungsvorschläge erörtern. [jg]

ECHA-Pressemitteilung mit weiteren Links