Klima & Energie

COP23: Das war die erste Woche

10.11.2017

Seit Montag läuft die 23. Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen in Bonn. Eigenlob, Selbstkritik und haufenweise Reaktionen aus aller Welt begleiteten die Verhandlungen.

Es soll hier der Versuch einer Zusammenfassung unternommen werden, allerdings ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Worum geht es? In erster Linie soll über technische Details des Pariser Abkommens verhandelt werden, um die nationalen Klimaschutzpläne vergleichbar zu machen, um die Klimafinanzierung zu sichern, Regeln für einen internationalen Emissionshandel und strenge Regeln für die regelmäßige globale Bestandsaufnahme („global stocktake“) ab 2023 aufzustellen.

Was diese Woche geschah:

Auf internationaler Ebene

  • Nicaragua und Syrien wollen dem Klimaschutzabkommen von Paris beitreten. Die USA wären somit vollständig isoliert.
  • Die Gruppe afrikanischer Staaten hat sich enttäuscht über Klimaschutzbemühungen reicher Staaten geäußert.

Auf EU-Ebene

  • Laut Fortschrittsbericht der EU-Kommission „Zwei Jahre nach Paris - Fortschritte bei der Erfüllung der Klimaschutzverpflichtungen der EU“ haben sich die Treibhausgasemissionen zwischen 1990 und 2016 um 23 Prozent verringert, während die Wirtschaft im gleichen Zeitraum um 53 Prozent wuchs.
  • Nach Informationen von EurActiv tauschten sich Klimakommissar Miguel Arias Cañete und der kalifornische Gouverneur Jerry Brown über Möglichkeiten aus, ihre Emissionshandelssysteme zusammenzulegen.

Auf deutscher Ebene

  • Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) zog „eine verheerende Bilanz der deutschen Anstrengungen im Kampf gegen die Erderwärmung“. [aw]

Bericht der EU-Kommission „Two years after Paris“ 
Meldung von EurActiv zu Cañete und Brown 
Meldung von EurActiv zu Hendricks 
Climate Home News 
Weblog von Germanwatch 

Weitere Informationen zur COP23
UN-Website 
Deutsche Website 
Twitter: #COP23 #Bonn #Klimaschutz