Klima & Energie

Palmöl im Tank macht das Fliegen nicht grüner

13.10.2017

In einer Petition appellieren 172.000 Menschen an die Internationale Zivile Luftfahrtorganisation (ICAO), keine Biotreibstoffe im Flugverkehr einzusetzen.

Die ICAO will das Fliegen „grüner“ machen. Dazu plant das UN-Organ, die Nutzung von Treibstoffen auf Pflanzenbasis massiv auszuweiten. Laut ICAO würden Fluggesellschaften ab 2025 fünf Millionen Tonnen Biotreibstoff pro Jahr nutzen. Bis 2050 würde sich der Anteil auf 286 Millionen Tonnen mehr als verdreifachen.

Umweltverbände befürchten, dass eine solch intensive Nutzung von Biotreibstoff erhebliche negative Folgen hat – für das globale Klima und für die Artenvielfalt im Ökosystem Regenwald.

Stiege die Nachfrage nach Flugzeugtreibstoff auf pflanzlicher Basis, dann werde sehr wahrscheinlich die Anbaufläche von Palmölpflanzen ausgeweitet. Das bedeutet, mehr Regenwald muss zugunsten einer Palmöl-Monokultur weichen. Damit einher geht ein drastischer Verlust der Biodiversität. Die hauptsächlich angewendeten Brandrodungen, um Anbauflächen zu gewinnen, geben riesige Mengen an Treibhausgasen in die Atmosphäre ab.

Mehrere Umweltverbände haben gestern die Petition, die von der Organisation Rainforest Rescue koordiniert wurde, an die ICAO anlässlich ihrer Konferenz zu alternativen Antrieben in Mexiko-Stadt überreicht. [aw]

ICAO Konferenz zu Flugverkehr und alternativen Antrieben
Petition und weitere Informationen von Rainforest Rescue