Landwirtschaft & Gentechnik

Bionahrung fast ohne Spuren von Ackergift

19.04.2017

Einem Bericht der EFSA zufolge enthalten EU-weit ökologisch erzeugte Lebensmittel weniger Pestizidrückstände als herkömmliche.

Proben von Bioprodukten waren im Jahr 2015 demnach zu 99,3 Prozent rückstandsfrei oder lagen unterhalb der gesetzlich erlaubten Grenzwerte. In fast der Hälfte der getesteten konventionellen Waren wurden Verunreinigungen mit Pflanzenschutzmitteln festgestellt. Insgesamt lagen davon allerdings nur fast drei Prozent über dem gesetzlichen Höchstwert.

2015 analysierten die Berichtsländer gut 84.000 Proben, darunter mehr als 5.000 Bioprodukte, auf 774 Pestizide. Weit mehr als zwei Drittel der Proben stammten aus den EU-Mitgliedstaaten, Island und Norwegen. Gut ein Viertel betraf Erzeugnisse, die aus Drittländern eingeführt worden waren. Über die Herkunft der übrigen Proben gab es keine Angaben.

Für den Bericht wertete die EFSA die Ergebnisse des EU-koordinierten Kontrollprogramms (EUCP) aus, im Rahmen dessen Proben aus dem gleichen „Korb“ von Lebensmitteln analysiert werden. 2015 waren dies Auberginen, Bananen, Brokkoli, natives Olivenöl, Orangensaft, Erbsen, Paprika, Tafeltrauben, Weizen, Butter und Eier.

Die höchste Überschreitungsrate wurde für Brokkoli (3,4 Prozent der Proben), gefolgt von Tafeltrauben (1,7 Prozent), ermittelt. Bei Olivenöl, Orangensaft und Hühnereiern wurden kaum Überschreitungen nachgewiesen. Butter war restlos rückstandsfrei.

Auf der Grundlage dieser Ergebnisse kam die EFSA zum Schluss, dass das gesundheitliche Risiko durch den Verzehr der geprüften Produkte für Verbraucher gering war. [mbu]

 

EFSA-Bericht Pestizidrückstände in Lebensmitteln 2015