Landwirtschaft & Gentechnik

Krisengespräche über Fipronilskandal

17.08.2017

Anfang September wollen die EU-Agrarminister bei ihrem Treffen in Estland über Konsequenzen aus dem Fall mit Fipronil vergifteten Eiern beraten. Das beschlossen EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am Freitag.

Kurz davor hatte die EU-Kommission den 26. September als ersten Termin für ein offizielles Treffen zum Fipronilskandal genannt. Zur Begründung hieß es, es brauche Zeit, um alle
relevanten Informationen bewerten zu können. Bei dem Treffen solle es unter anderem darum gehen, die Koordinierung und das Frühwarnsystem RASSF zu verbessern. Derzeit sei es vorrangig für die Kommission, die aktuelle Situation zu überwachen und für eine schnelle Aufklärung durch die nationalen Behörden zu sorgen.
 
Im Fall der Fipronileier sind Schwächen des Warnsystems der EU zutage getreten. So haben sich die betroffenen Mitgliedsländer nicht rechtzeitig gegenseitig informiert, wie es das RASSF vorsieht. Auch die EU-Kommission erhielt die Information mit Verzögerung. Seitdem wurden nach Angaben der Kommission allerdings Maßnahmen ergriffen, die den Vertrieb der giftigen Eier stoppten.

Nach jüngsten Medieninformationen sind von dem Fipronil-Skandal mindestens 15 EU-Staaten sowie die Schweiz, Südkorea und Hongkong betroffen. [mbu]

Fragen und Antworten zum Schnellwarnsystem RASFF