Verbraucherschutz

Überwachung der Lebensmittelkette ausweiten

15.03.2017

Die Abgeordneten des EU-Parlaments haben am Mittwoch in zweiter Lesung strengere Regeln für Lebensmittelkontrollen beschlossen.

Die Berichterstatterin Karin Kadenbach (S&D, Österreich) des Agrarausschusses zeigte sich erfreut über das Ergebnis. Nach dem Pferdefleischskandal sei das Vertrauen der Konsument*innen in die Produktionskette von Nahrungsmitteln erschüttert gewesen. „Ich bin auch stolz darauf, dass das Parlament es geschafft hat, die Bestimmungen zur Durchsetzung der Vorschriften zu verschärfen, insbesondere im Hinblick auf die Strafen, die bei vorsätzlichen Verstößen gegen die Regeln anzuwenden sind“, betonte sie.

Der Bericht sieht vor, ein Kontrollsystem entlang der gesamten Nahrungsmittelkette vom Anbau bis zum Verbrauch zu etablieren. Im Detail umfasst das System die Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit, den Veterinär- und Pflanzenschutz, den Einsatz von Pestiziden, den ökologischen Landbau sowie geschützte geografische Angaben. Regelmäßig sollen die zuständigen nationalen Behörden nicht angemeldete Kontrollen durchführen. Somit soll insgesamt die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln verbessert, effektiver gegen Betrugsfälle vorgegangen und das Vertrauen der Verbraucher*innen in die Integrität der Lebensmittelkette wiederaufgebaut werden. Außerdem sollen strengere Importbedingungen für Lebensmittel aus Drittstaaten gelten.

Die Verordnung soll zum Jahresende 2019 in der EU in Kraft treten. [aw]

Mitteilung des EU-Parlaments
AGRI Verfahrensdokument