Emissionen

Schlechte Luft durch Landwirtschaft und Verkehr

12.07.2018

Die Europäische Umweltbehörde (EEA) hat am Montag aktuelle Daten zur Luftqualität in der EU bis 2016 präsentiert. Mehrere Mitgliedstaaten überschritten die Grenzwerte für Ammoniak und Stickoxid in der Luft.

Zwischen 2015 und 2016 stiegen Ammoniakemissionen (NH3) im EU-Durchschnitt um 0,5 Prozent, was hauptsächlich auf den Einsatz von Tierdünger und Düngemitteln zurückzuführen ist. Italien, Großbritannien und Irland verzeichneten die höchsten Anstiege. Kroatien, Deutschland und Spanien überschritten 2016 ihre jeweiligen nationalen NH3-Grenzwerte.

Im Gegensatz dazu sanken die Stickstoff (NOx)- und Schwefeloxidemissionen EU-weit. In Österreich und Irland lagen die Stickstoffwerte trotzdem über den nationalen Grenzwerten, in Irland sogar um 40 Prozent. In absoluten Zahlen waren die größten NOx-Emittenten im Jahr 2016 Deutschland, gefolgt von Großbritannien und Spanien. Laut EEA wird ein Großteil der Stickstoffdioxidemission in der EU durch Straßenverkehr verursacht.

Die Studie stellt die Fortschritte der EU und ihrer Mitgliedstaaten bei der Einhaltung der Nationalen Emissionsrichtlinie dar. Seit 2010 gelten Emissionsgrenzwerte für vier wichtige Luftschadstoffe: Stickoxide, flüchtige organische Verbindungen (ohne Methan), Schwefeldioxid und Ammoniak sowie ab 2020 auch für Feinstaub. Die EEA fordert die Mitgliedstaaten dazu auf, verstärkt Maßnahmen durchzuführen, um die Luftqualität zu verbessern. [km]

Bericht der Europäischen Umweltbehörde