Klima & Energie

EU-Länder berichten wenig über Fortschritte beim Klimaschutz

06.07.2018

Berichten der Europäischen Umweltagentur (EEA) zufolge haben EU-Mitgliedstaaten in 2017 nur eingeschränkt darüber informiert, wie weit sie ihrem Ziel gekommen sind, Treibhausgasemissionen zu verringern.

Die EEA veröffentlichte am Donnerstag einen Bericht und zwei Briefings über die Klimaschutzpolitik und Klimaschutzmaßnahmen in den einzelnen Mitgliedsländern. Alle drei Dokumente liefern einen Überblick über rund 1.500 verschiedene Vorschriften und Maßnahmen.

Allerdings übermittelten lediglich neun EU-Länder Informationen über das vergangene Jahr an die EEA. Die Berichterstattung von Bulgarien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Litauen, Luxemburg und Polen umfasste dabei lediglich 65 Maßnahmen. Laut EEA ist die Datengrundlage zu dünn, um verlässliche Aussagen über Auswirkungen und Wirksamkeit der nationalen Maßnahmen treffen zu können.

Immerhin deuten die vorliegenden Daten darauf hin, dass die meisten nationalen Vorschriften auf mehr Effizienz, mehr erneuerbare Energien und weniger Fahrzeugemissionen abzielen. Zumeist würden EU-Länder wirtschaftliche und regulatorische Instrumente nutzen, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. [aw]

EEA-Mitteilung 
EEA Bericht “National policies and measures on climate change mitigation in Europe in 2017” 
EEA Briefing “Tracking climate policies in European Union countries” 
EEA Database “Climate change mitigation policies and measures in Europe”