Naturschutz & Biodiversität

Mikroplastik im Boden

14.06.2018

Nicht nur in den Meeren, auch in den Böden befindet sich Mikroplastik – und zwar bis zu 32 Mal mehr als im Wasser. Zu dem Ergebnis kommt ein neuer Bericht, der eine intensivere Beschäftigung mit dem Thema fordert.

Während die Verschmutzung der Meere in den letzten Jahren bereits große Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, wird die Belastung des Bodens durch Mikroplastik und Plastik erst seit Kurzem genauer untersucht. Das Institut für Europäische Umweltpolitik (IEEP) und die Forschungseinrichtung Isqaper erklären in ihrem Bericht, dass falsche Verwertung von Plastikabfällen und die immer häufigere Verwendung von Plastik in der Landwirtschaft die Hauptursachen für die Verschmutzung der Böden darstellen. Die Berichtersteller*innen schätzen, dass jährlich zwischen 63.000 und 430.000 Tonnen Mikroplastik auf landwirtschaftliche Flächen in Europa gelangen. Die Verunreinigungen schädigen nicht nur die betroffenen Ökosysteme, sondern mindern auch die Nutzbarkeit landwirtschaftlicher Böden.

Bisher durchgeführte Maßnahmen gegen die Plastikverschmutzung seien nicht ausreichend, um das Problem lösen zu können. Außerdem seien weitere Untersuchungen erforderlich: „Wir brauchen weiterführende Studien über die möglichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt und eine Betrachtung möglicher Lösungen“, fordern die Berichtersteller*innen in ihrer Schlussfolgerung. [km]

Bericht Plastic Pollution in Soil