Wirtschaft & Ressourcen

CEPA: Intransparenz und fehlende Nachhaltigkeit

12.07.2018

In dieser Woche findet die fünfte Verhandlungsrunde zwischen der EU und Indonesien über ein Freihandelsabkommen (CEPA) statt.

Die Umweltorganisation Friends of the Earth Europe (FoEE) kritisiert zum einen den Mangel an Transparenz der Verhandlungen und legt zum anderen eine Analyse des Vertragsentwurfs vor. Fazit: das Abkommen erhält nur 4,5 von 20 möglichen „Nachhaltigkeitspunkten“. Das liegt vor allem daran, dass das Abkommen, wenn es in seiner jetzigen Form in Kraft tritt, den Handel in schädlichen Produkten wie Palmöl steigern wird – ein Treiber für Menschenrechtsverletzungen und Entwaldung. Zudem priorisiert das Abkommen die Steigerung von Handelsflüssen vor verbindlichen Standards für Menschenrechte und Umwelt.

Auch die Organisation ClientEarth kritisiert die Verhandlungen scharf und fordert stärkere Schutzmechanismen im Vertragstext, um die fortschreitende Zerstörung von Wäldern zu stoppen. Zudem fordert ClientEarth die EU-Kommission dazu auf, diese Verhandlungen als Chance zu nutzen, starke Sozial- und Umweltstandards im Abkommen festzuschreiben. Das könnte ein notwendiges Zeichen für künftige Freihandelsabkommen der EU setzen. [lr]

Pressemitteilung FoEE [engl.]
Pressemitteilung Client Earth [engl.]