EU-Regionalvertreter*innen fordern: Weniger Plastik, besseres Plastik

07.01.2019

Der Ausschuss der Regionen hat in seiner Stellungnahme zur Plastikstrategie der EU-Kommission Ende Dezember ambitioniertere Maßnahmen und strengere Vorgaben für die Industrie gefordert.

„In einer Kreislaufwirtschaft sollten wir aus Prinzip keine Produkte oder Materialien auf dem EU-Markt akzeptieren, die nicht recycelt werden können“, so die Ausschussmitglieder in ihrem Bericht. Bisher wird das Recycling häufig dadurch erschwert, dass Produkte schädliche Inhaltsstoffe enthalten, die nicht im Materialkreislauf enthalten bleiben sollen. Deshalb fordern die Regionen, alle umweltschädlichen und giftigen Substanzen in Plastik und Plastikprodukten bis 2025 zu verbieten. Außerdem soll die Entwicklung umweltfreundlichen Plastiks, das nicht auf Erdöl basiert, vorangetrieben werden. Um Recycling zu vereinfachen und weniger komplizierte Materialmischungen zu erhalten, müsse die EU auch die Anzahl zugelassener Polymere beschränken. Die Vertreter*innen warnen außerdem vor biobasiertem Plastik als mögliche Lösung des Verschmutzungsproblems und fordern, die Verwendung von Bioplastik einzuschränken.

Der Ausschuss der Regionen ist ein beratendes Gremium der EU, dessen Stellungnahmen keine verbindliche Wirkung haben. [km]

Bericht des Ausschusses