Verbraucherschutz

Alarm zeigt Wirkung

10.04.2019

Fast ein Drittel der über das Warnsystem Safety Gate gemeldeten Produkte waren Spielsachen, knapp ein Fünftel Kraftfahrzeuge. Das geht aus dem Jahresbericht 2018 hervor, den die EU-Kommission am Freitag veröffentlicht hat.

Insgesamt schrillten 2.257 Mal die Alarmglocken auf Safety Gate, dem Schnellwarnsystem, das früher Rapex hieß. Hier können sich die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten über gemeldete gefährliche Produkte austauschen.

Die meisten Warnungen entfielen auf die Kategorie Spielzeug (31 Prozent), gefolgt von Kraftfahrzeugen (19 Prozent) und Bekleidungs-, Textil- und Modeartikeln (10 Prozent). Als Hauptrisiken wurden Gefahren durch chemische Stoffe und Verletzung (jeweils 25 Prozent) sowie Erstickungsgefahr für Kinder (18 Prozent) genannt.

Als Konsequenz werden die betreffenden Produkte meist zurückgerufen und vom Markt genommen. Dies zeige, dass die Vorschriften wirksam durchgesetzt würden, sagte die für Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissarin Věra Jourová. Die Zusammenarbeit mit nationalen Behörden und Drittländern müsse aber fortgesetzt werden, um die Sicherheit aller europäischen Verbraucher zu garantieren.

So muss aus Sicht der Kommission vor allem die Zusammenarbeit mit chinesischen Behörden im Bereich der Produktsicherheit forciert werden. Denn mehr als die Hälfte aller entdeckten gefährlichen Produkte kommt aus China. [mbu]

Jahresbericht

Safety Gate