Pressemitteilung

2017: Das entscheidende Jahr für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen

14.02.2017

Anlässlich des Spitzentreffens der Vorsitzenden der Umweltverbände und des Bundesvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erklären Simone Peter, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, und Leif Miller, Vizepräsident des Umweltdachverbandes DNR:

Im Jahr 2017 finden in Deutschland zentrale Weichenstellungen für den Schutz der Umwelt und des Klimas sowie für eine zukunftsfähige Entwicklung statt. Beim G20-Gipfel in Hamburg entscheidet sich, ob sich die größten Industriestaaten der Welt darauf verständigen können, die Globalisierung im Einklang mit der Natur und den Menschen zu gestalten. In Bonn wird es bei der Klimakonferenz Ende des Jahres darum gehen, dass der historische Klimavertrag von Paris nun auch konkret umgesetzt wird. Bei der Bundestagswahl muss eine Regierung ins Amt gewählt werden, für die Umwelt- und Klimapolitik ein Querschnittsthema ist und die als verantwortungsbewusste Industrienation ambitioniert auf die riesigen Herausforderungen wachsender Naturzerstörung und fortschreitender Klimakrise reagiert.

Deutschlands Verpflichtung aus dem Klimavertrag erfordert vor allem eine umfassende Transformation der Energieerzeugung und der Mobilitätsbranche. Dies bedeutet: Raus aus der Kohleverstromung und dem Verbrennungsmotor, rein in 100 Prozent Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sowie in die Elektromobilität.

Um unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten, ist ein Paradigmenwechsel in der Landwirtschaftspolitik erforderlich: weg von einer großzügig alimentierten Agrarindustrie zu Lasten von Tier, Mensch und Natur, hin zu einer umweltverträglichen Landwirtschaft und guten Nahrungsmitteln. Wir kämpfen daher für eine grundlegende Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik zur Honorierung gesellschaftlicher Leistungen sowie für eine konsequente Nutzung aller Möglichkeiten zur Umschichtung von EU-Direktzahlungen in zielgerichtete Fördermaßnahmen für eine bäuerlich-ökologische Landwirtschaft.

Gemeinsam setzen wir uns weiterhin für eine faire Handelspolitik ein, die Menschen und die Umwelt schützt. Das CETA-Abkommen erfüllt diese Bedingungen nicht. Deshalb fordern wir das Europäische Parlament auf, das Abkommen abzulehnen.