Pressestatement

Pressestatement anlässlich des IPCC-Sonderberichtes "Klimawandel und Landnutzung"

08.08.2019

Berlin - Anlässlich des heute vorgestellten Sonderberichtes des IPCC „Klimawandel und Landnutzung“ kommentiert Prof. Dr. Kai Niebert, Präsident des Deutschen Naturschutzring:

„Nur wenige Monate nach dem Weckruf des Weltbiodiversitätsrats schrillen auch beim Weltklimarat die Alarmglocken: Das Ausmaß unserer Naturzerstörung ist so groß, dass unsere Wälder und Böden es nicht mehr schaffen, das CO2 zu binden, das durch Abholzung, Verbrennung und Landnutzung freigesetzt wird. Der Bericht zeigt eindrücklich auf: Ein gesundes Klima braucht nicht nur Windräder, sondern auch eine andere, sanftere Landwirtschaft. Eine Politik, die die Welt mit billigem Fleisch ernähren will, fährt das Klima vor die Wand. Der dafür notwendige Sojaanbau und die entstehende Gülle zerstören weltweit wertvolle Böden und heizen dem Klima ein."

Nach dem heutigen Bericht des Weltklimarates ist klar: Wer das Klima retten will, muss die europäische Agrarpolitik vom Kopf auf die Beine stellen. Was es braucht ist keine Reform, sondern eine Revolution der Gemeinsamen Agrarpolitik.“

"Die designierte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat ein ambitioniertes Klimaprogramm versprochen. Nach dem heutigen Bericht des Weltklimarates ist klar: Wer das Klima retten will, muss die europäische Agrarpolitik vom Kopf auf die Beine stellen. Was es braucht ist keine Reform, sondern eine Revolution der Gemeinsamen Agrarpolitik.  Bäuerinnen und Bauern müssen beim Erhalt von Boden, Artenvielfalt und der Herstellung hochwertiger Lebensmittel unterstützt werden. Nur so können Landwirte zu Klimarettern werden.“

 

 

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