Zukunftstechnologien und Rohstoffe

Neben Technologien, die mit der Energiewende im engeren Sinne zu tun haben, gibt es eine Vielzahl weiterer sogenannter Zukunftstechnologien, für die in den nächsten Jahren hohe Wachstumsraten erwartet werden. Hierzu gehören neben vielen anderen Technologien unter dem Stichwort Industrie 4.0, bei der zur weiteren Vernetzung die Anzahl der Mikrochips und Sensoren rasant ansteigen wird, synthetische Kunst- und Kraftstoffe sowie Laser-Technologien. Dies führt zu einem stark erhöhten Bedarf verschiedener, meist metallischer Rohstoffe. Bei diesen Rohstoffen handelt es sich meist um solche, die in sehr geringen Konzentrationen vorkommen und auch nur in geringen Mengen benötigt werden, z.B. für Legierungen oder in sehr kleinen Bauteilen.

Die Deutsche Rohstoffagentur hat insgesamt 16 Rohstoffe mit besonderer Relevanz für Zukunftstechnologien identifiziert, unter anderem Gallium, Kobalt, Kupfer und Lithium. Kritisch ist bei vielen von ihnen die Konzentration auf sehr wenige kritische Förderländer, beispielsweise wird derzeit über die Hälfte des weltweit verwendeten Kobalts im Kongo gefördert. In den letzten Jahren zeichnen sich bereits starke Preissteigerungen ab, der Kilogramm-Preis für Germanium etwa hat sich seit 2006 mehr als verdreifacht.

Der Druck durch stark steigende Nachfrage, begrenzte und regional konzentrierte Vorkommen  sowie kritische Menschenrechtssituationen in den Förderländern dürften die Situation rund um diese Rohstoffe in den nächsten Jahren und Jahrzehnten besonders verschärfen. Zudem sind Förderung und Verarbeitung dieser Rohstoffe häufig in der Hand weniger internationaler Konzerne, sodass Menschen in den Abbauländern kaum von ihrem Rohstoff-Reichtum profitieren (siehe Ressourcenfluch).

 

Externe Links

DERA-Studie zu Rohstoffen für Zukunftstechnologien

Powershift-Studie zu Industrie 4.0 und Rohstoffen