Reserven

Die Schätzung der noch im Boden lagernden Rohstoffe ist unter anderem relevant um kalkulieren zu können, wie lange die Förderung aufrechterhalten werden kann und wann mit einem Rückgang der Fördermenge zu rechnen ist. Dabei werden zwei Begriffe unterschieden: als Reserven werden die sicher nachgewiesen und mit bekannter Technologie nach derzeitigem Stand wirtschaftlich gewinnbaren Vorkommen bezeichnet. Im Gegensatz dazu bezeichnet man als Ressourcen all die Vorkommen, die (noch) nicht wirtschaftlich zu fördern sind, etwa weil die Vorkommen zu tief liegen oder die Konzentration des Rohstoffs in seiner jeweiligen Lagerstätte zu gering ist. Auch wenn Rohstoffvorkommen aufgrund geologischer Indikatoren zwar vermutet, aber noch nicht sicher nachgewiesen sind, werden diese als Potenzialabschätzungen den Ressourcen zugeschrieben.

Steigen die Preise von Rohstoffen, geht üblicherweise ein Teil der Ressourcen in die Reserven über. Aufgrund der hohen Unsicherheit bei der Berechnung unterscheiden sich die Abschätzungen der Ressourcen teils gravierend und werden kontinuierlich angepasst. Die prognostizierten Reserven für Rohöl steigen beispielsweise seit mehreren Jahrzehnten kontinuierlich und haben sich seit 1980 mehr als verdoppelt. Neue Vorkommen wurden erkundet, zudem wurde die Erschließung nicht-konventioneller Lagerstätten (etwa durch Fracking) durch steigende Weltmarktpreise rentabel. Generell sind jedoch alle Bodenschätz endlich (siehe Peak X) und die Förderung wird zunehmend aufwendiger und damit teurer, zudem nehmen die Umweltrisiken zu.