Bewegung(en)

Repair Café

Wegwerfen? Denkste!

Foto: Repaircafe.org

Was macht man mit einem Toaster, der nicht mehr funktioniert? Mit einem Stuhl, an dem ein Bein kaputt ist? Mit einem Wollpullover mit Mottenlöchern? Wegwerfen? Denkste!

Repair Cafés sind ehrenamtliche Treffen, bei denen die Teilnehmer alleine oder gemeinsam mit anderen ihre kaputten Dinge reparieren. An den Orten, an denen das Repair Café stattfindet, ist Werkzeug und Material für alle möglichen Reparaturen vorhanden. Zum Beispiel für Kleidung, Möbel, elektrische Geräte, Fahrräder, Spielzeug und vieles mehr. Vor Ort sind auch Reparaturexpert*innen zugegen: Elektriker, Schneiderinnen, Tischler und Fahrradmechanikerinnen.

Besucher nehmen defekte Gegenstände von zu Hause mit. Im Repair Café machen sie sich gemeinsam mit einem Fachmann oder einer Fachfrau an die Arbeit. Man kann dort immer eine Menge lernen. Wer nichts zu reparieren hat, nimmt sich eine Tasse Kaffee oder Tee. Oder hilft jemand anderem bei der Reparatur. Auf dem Lesetisch liegen verschiedene Bücher zum Thema Reparatur und Heimwerken – immer gut als Inspirationsquelle.

In Deutschland (und weltweit) gibt es mittlerweile hunderte solcher Repair Cafés. Zwei Netzwerke informieren über Repair Cafés, vernetzen Akteure und geben Starthilfe für neue Initiativen: Es gibt das Netzwerk www.reparatur-initiativen.de, eine von der anstiftung gegründete und betreute Netzwerk-Plattform, die in Deutschland vernetzend und beratend tätig ist. Außerdem gibt es das Netzwerk www.repaircafe.org/de, das von der Stichting Repair Café aus Holland betrieben wird und weltweit tätig ist. Diese sind nicht als zwei konkurrierende Netzwerke zu verstehen, sondern als kooperierende und sich ergänzende Netzwerke.