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Germanwatch: Hand Print

- Wandel mit Hand und Fuß -

Welthandel und Ernährung, Klimaschutz und Anpassung, Unternehmensverantwortung, Nachhaltigkeit im Finanzsektor, sowie Entwicklungsfinanzierung - unter dem Motto "Hinsehen. Analysieren. Einmischen" arbeitet Germanwatch in vielen Bereichen in Richtung großer Transformation. Wir sind eine unabhängige Entwicklungs- und Umweltorganisation, die sich für globale Gerechtigkeit und den Erhalt der Lebensgrundlagen einsetzt. Dabei konzentrieren wir uns auf die Politik und Wirtschaft des Nordens. Die Lage der besonders benachteiligten Menschen im Süden bildet den Ausgangspunkt unserer Arbeit. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist dabei ein wichtiger Bestandteil. Ein konkretes Projekt unseres Bildungsteams ist der Germanwatch Hand Print.

Was hat mein Handabdruck mit gesellschaftlichem Wandel zu tun?

Die Idee ist eigentlich ganz simpel: Wir vergrößern den Handabdruck (Hand Print) unseres Engagements und verringern den ökologischen Fußabdruck unseres Handelns. So bringen wir den gesellschaftlichen Wandel voran! Fangen wir beim Bekannten an: Der Fußabdruck ist ein Symbol für unseren Verbrauch von natürlichen Ressourcen. Er steht sinnbildlich für die negativen Spuren unseres alltäglichen Handelns, die wir auf dem Planeten hinterlassen, und soll daher so gering wie möglich gehalten werden. Der Fußabdruck ist wichtig, doch diesem Ansatz von Verzicht und Reduktion, der leider oft nicht einfach und manchmal überfordernd ist, stellen wir proaktives Handeln und persönlichen Einsatz gegenüber. Der Hand Print steht für nachhaltiges Handeln und aktives Engagement. Genau das soll zunehmen und eine größere Wirkung erzielen.

Beim Hand Print geht es also um eine tatsächliche Transformation durch Mitgestalten. Das Ziel ist, Strukturen bleibend zu verändern und das politische Engagement zu stärken. Einzelentscheidungen sollen zu Grundsatzentscheidungen werden, einmalige Aktivitäten zu festen Rahmenbedingungen und Beschlüssen. Damit sind nicht nur die schwer zugänglichen Prozesse auf Bundes- oder Länderebene gemeint, sondern auch niedrigschwellige Handlungsebenen im eigenen sozialen Umfeld. In der Nachbarschaft, im Verein, in Schule und Uni, am Arbeitsplatz, in religiösen Gemeinschaften oder auf kommunaler Ebene – Ansatzpunkte gibt es überall und der Einsatz für mehr Nachhaltigkeit ist auf allen Ebenen ein Gewinn für die Gesellschaft. Die Wirkungsebene kann sich auch mit der Zeit und mit ersten Erfolgen immer weiter erhöhen - der Handabdruck des Engagements wird so noch größer!

Mit dem Hand Print sollen aktive Einzelpersonen oder Gruppen ermutigt werden, sich stärker einzumischen, bestehende Strukturen zu verändern und von den EntscheidungsträgerInnen in Politik und Wirtschaft eine lebenswerte und gerechte Zukunft einzufordern. Konkrete Tipps hierzu bietet zum Beispiel die Germanwatch-Broschüre "Wandel mit Hand und Fuß" und demnächst auch die Website www.handprint.de.

Bildung für nachhaltige Entwicklung bei Germanwatch

Neben dem Hand Print setzt das Bildungs-Team eine ganze Reihe von anderen Projekten um. Wir entwickeln Informations- und Bildungsmaterialien, wie die Wanderausstellung "Klima? Wandel. Wissen!". Wir beteiligen uns an vielen Veranstaltungen und Seminaren und führen bspw. zweimal jährlich transformative Strategietage für (Jugend-)Verbände und Initiativen durch.  Im Rahmen der Klima- und Rohstoffexpedition bieten wir Unterrichtseinheiten an, die anhand von Satellitenbildern die Auswirkungen des Klimawandels in Raum und Zeit thematisieren. Durch Kooperationen und in zahlreichen Netzwerken, wie dem Bündnis ZukunftsBildung, bringen wir mit Lobbyarbeit auch Bildung für nachhaltige Entwicklung politisch voran. Mehr zur Bildungsarbeit von Germanwatch erfahren Sie hier.

Autor*innen: Viktoria Henke, Alexander Reif