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9 Thesen zur Kritik der Grünen Ökonomie

Grüne Ökonomie will als Leitbild Lösungen für ökologische und ökonomische Krisen anbieten. Doch kann sie das wirklich?

Thomas Fatheuer, Lili Fuhr und Barbara Unmüßig von der Heinrich-Böll-Stiftung haben sich aufgemacht, die Grundannahmen der Grünen Ökonomie, ihre Hypothesen und Lösungsvorschläge zu hinterfragen sowie ihr Wirken in der Praxis an konkreten Beispielen aufzuzeigen und zu kritisieren. Sie kritisieren beispielsweise den Fetisch technologischer Innovation und Effizienz der Grünen Ökonomie, die Rebound-Effekte ignorieren und als Allheilmittel gesehen werden. Dabei seien soziale Innovation, Veränderungen in der Produktion und im Lebensstil und ein Fokus auf Dekabonisierung und Dematerialisierung der Wirtschaft.

Die Autor*innen fordern radikalen Realismus und den Mut, die Komplexität der globalen Krisen anzuerkennen. Denn die Kunst sei es, das Projekt der Moderne mit dem aktuellen Wissen um die planetarischen Grenzen und der Vision breiter demokratischer Teilhabe und vom Ende der Armut und der Ungerechtigkeit fortzuschreiben.

Die zentralen Thesen des Buches „Kritik der Grünen Ökonomie“, das am 5. November 2015 erschienen ist, stehen hier auf der Webseite der Heinrich-Böll-Stiftung zur Verfügung.