Wissenschaft

Kolleg Postwachstumsgesellschaft

Wachstum oder Postwachstum? Das ist in Jena die Frage...

Die DFG-Kollegforscher*innengruppe "Postwachstum" forscht an der Universität Jena zu den Themen "Landnahme, Beschleunigung, Aktivierung. Dynamik und (De-)Stabilisierung moderner Wachstumsgesellschaften". Die Kollegforscher*innengruppe wurde im Oktober 2011 mit Fördergeldern der Deutschen Forschungsgemeinschaft für vorerst vier Jahre am Institut für Soziologie der Universität Jena eingerichtet. Sie wird von den drei Antragstellern Klaus Dörre, Stephan Lessenich und Hartmut Rosa geleitet und beschäftigt zurzeit vier wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie MitarbeiterInnen in der Geschäftsstelle und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Arbeit des Kollegs setzt an der Erkenntnis an, dass moderne kapitalistische Gesellschaften ihre Stabilität nur dynamisch erhalten können. Gegenstand der Kollegforschung sind daher strukturelle Dynamisierungsimperative der kapitalistischen Moderne: die Steigerungslogik fortwährender Landnahmen, Beschleunigungen und Aktivierungen, die in ihrem Zusammenwirken weltweit historisch neuartige ökonomische, ökologische und soziale Krisen hervorbringen.

Dabei zielt das Kolleg auf die Entwicklung von wissenschaftlichen Arbeitsweisen und auf eine Praxis kritischen Dialogs, durch die der übliche Rahmen hochgradig individualisierter oder aber projektförmig beschränkter Forschung überschritten werden kann. Fellows aus dem In- und Ausland suchen gemeinsam mit der Jenaer Kollegsgruppe nach einem Verständnis gegenwärtiger Transformationsprozesse, um soziologische Expertise in jene gesellschaftliche Frage einzubringen, die nicht nur die europäische Öffentlichkeit in den nächsten Jahren bewegen wird: Lassen sich moderne Gesellschaften auch anders stabilisieren als über wirtschaftliches Wachstum?

Auf der Internetseite finden Sie umfangreichere Informationen über die DirektorenMitarbeiterInnen und Fellows des Kollegs sowie über die bisherige Arbeitaktuelle Projekte und spannende kommende Termine.