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2. Netzwerktreffen der Jugendorganisationen „Umwelt & Soziales“

Foto: Jessice Fritz (JRK)

Nach dem ersten Treffen im Oktober fand nun im Mai 2014 das zweite Netzwerktreffen der Jugendorganisationen von Umwelt- und Sozialverbänden in Berlin statt. Neben der Vorstellung bereits umgesetzter Ideen zu Klimamigration und Wachstumskritik, konnten erneut viele tolle Projektideen für die gemeinsame Arbeit von Umwelt und Soziales gefunden werden. Das Protokoll des Treffens können Sie hier runterladen. Der Teilnehmer*innenkreis hat sich erfreulich erweitert. Jugendvertreter*innen aus dem Bereich Landwirtschaft und Ernährung sowie die Gründe Jugend und auch die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend konnten diesmal mitdiskutieren.

Insgesamt waren diesmal dabei: Phillip Brändle (Kampagne meine Landwirtschaft), Aljoscha Bukowski (BUNDJugend), Florian Fischer (Grüne Jugend), Jessica Fritz (Deutsches Jugendrotkreuz), Paula Gioia (Bündnis Junge Landwirtschaft), Theresa Klostermeyer (Deutscher Naturschutzring), Veit Laser (Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend in Deutschland), Steffen Lembke (Arbeiterwohlfahrt Bundesverband), Henrik Maaß (Junge Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft), Erik Marquardt (Grüne Jugend), Katrin Riedel (Bundesjugendwerk der AWO), Josephin Tischner (Sozialistische Jugend Deutschlands Die Falken)

Zuerst wurden die Ideen zur Verknüpfung von Umwelt- und Sozialpolitischen Themen aus der letzten Runde vorgestellt, die bereits weiterentwickelt wurden und in zwei Projekten schon konkret umgesetzt werden konnten:

Hinsichtlich der Themen „Klimawandel und Migration“ wurde vom JRK, der NAJU und der BUNDjugend eine Online Petition zum Schutz und zur Aufnahme von Klimamig-rant*innen gestartet, um so ein Bewusstsein für das Thema zu schaffen und die Bundesregierung aufzurufen, endlich Lösungen für Klimamigranten zu entwickeln. Darüber hinaus richten das Jugendrotkreuz und die NAJU am 22. Juni. in Berlin das Jugendforum „Vom Klimawandel vertrieben“ aus, um sich mit dem Thema noch näher auseinanderzusetzen und mit den Parteijugenden ins Gespräch kommen.

Ebenso trägt die Projektidee „Gutes Leben und Wirtschaftswachstum“ Früchte.

Das Bundesjugendwerk der AWO, Greenpeace, NAJU, AEJ, BDKJ, DNR arbeiten seit Januar 2014 an einem Thesenpapier zum Thema „Gutes Leben und Wirtschaftswachstum“, in dem sich kritisch damit auseinandergesetzt werden soll, das fortwährende Streben nach, bzw. der vorherrschende Zwang zu immer mehr  (Wirtschafts-) Wachstum, vor allem in den Industrieländern  das „gute Leben“ (bezüglich Gesundheit, Freiheit, Zeitwohlstand, soziale Beziehungen etc. aber auch im Sinne einer Verantwortung für Andere) beeinträchtigt. Ziel dabei ist es einerseits, das Thema in die Verbände zu tragen und andererseits das fertige Papier bei verschiedenen Veranstaltungen als Diskussionsgrundlage nutzen zu können.

Im zweiten Schritt wurden neue Ideen für Projekte und Themenfelder diskutiert. In Zukunft soll könnte gemeinsam an den Themen Entwicklung von Sozial-ökologischen Stadtrundgän<del>-</del>gen zum Thema TTIP, Klimawandel / Migration mit Bezug zu COP 21, Generationenübergreifende Dialoge zu ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit (Bsp.: Ernährung, Wasser, Rente und Care Work, Mobilität), sowie über den Austausch zu Verbandsentwicklung in Bezug auf Nachhaltigkeit, und über Rechtspopulismus, und der Austausch überInklusion und Diversity gearbeitet werden.

Zunächst wurden für die Themenschwerpunkte freiwillige „Koordinatoren“ festgelegt, die erste Schritte in die Wege leiten und die Anderen weiter zum Thema vernetzen und zusammenbringen.

Auch in Zukunft soll sich weiter vernetzt und ausgetauscht werden, um Schnittstellen zwischen Umwelt und Sozialem zu identifizieren und konkret Projekte anzugehen. Hierfür soll die Runde noch erweitert werden und nach Außen offen bleiben. Geplant ist bspw. auch die Gewerkschaftsjugenden oder auch Akteure aus der Entwicklungspolitik einzubinden.

Das Protokoll des Treffens können Sie hier runterladen.