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Green Me-Filmfestival: DNR-Preis für besten Dokumentarfilm

DNR-Vizepräsidentin Undine Kurth überreicht den Preis für den besten Dokumentarfilm, © Christian Klant, flickr.com

Am Vorabend der Berlinale wurden auf dem Green Me-Festival am 6. Februar 2013 die Preise für das grüne Filmgenre vergeben. Im Rahmen des Projekts "Generationengerechtigkeit als sozial-ökologische Herausforderung" stiftete der Deutsche Naturschutzring (DNR) den mit 3000 Euro dotierten Preis für den besten Dokumentarfilm. Weitere Preise wurden in den Kategorien Kinder- und Jugendfilm sowie bester Spielfilm vergeben.

Sieger in der Kategorie bester Dokumentarfilm wurde "Bottled Life - Nestlés Geschäft mit dem Wasser". Der Film des schweizer Regisseurs Urs Schnell und des Journalisten Res Gehringer setzte sich in einer engen Jury-Entscheidung unter anderem gegen "Voices of Transition", einen Dokumentarfilm über den Wandel zur Agrarökologie und nachhaltiger Nahrungsmittelsicherheit, durch. "Bottled Life" zeigt am Beispiel einer Wasserflasche einen aktuellen Konflikt: In zahlreichen Ländern ist die Versorgung der Menschen mit Trinkwasser nicht gewährleistet. Für multinationale Konzerne wie Nestlé ist das eine gute Voraussetzung, ihren Profit zu steigern. Denn Wasser ist eine Lebensnotwendigkeit. Überreicht wurde der Preis von der zweiten Vizepräsidentin des DNR Undine Kurth. In der Jury saß neben Hannelore Elsner, Minu Barati, Nina Eichinger, Gedeon Burkhard und Karsten Schwanke der erste Vizepräsident des DNR Leif Miller.

Der Preis für den besten Kinder- und Jugendfilm ging an "Weil ich länger Lebe als Du", einen Dokumentarfilm über die Initiative Plant for the Planet. Als bester Spielfilm wurde der nigerianische Musikthriller "Hoodrush" ausgezeichnet. Das Green Me-Festival, das 2007 als umweltpolitische Filminitiative gestartet war, fand dieses Jahr zum sechsten Mal statt. Ein besonderer Fokus des diesjährigen Festivals lag auf Afrika und dem Partnerland Nigeria. Mit Nollywood ist Nigeria die zweitgrößte Filmindustrie der Welt.