Save the date: Giftige Exporte: Die Interessen hinter dem Handel mit Müll und Chemikalienabfällen und seine Folgen

Donnerstag, 02. April 2020 | taz Kantine, Berlin

Das Forum Umwelt & Entwicklung lädt ein zum 23. Außenwirtschaftsforum

Die Rückstände unserer Konsum- und Produktionsweisen – unter anderem Plastikmüll, aber auch Chemikalienabfälle – sind heutzutage ein wertvolles Gut auf dem Weltmarkt. So macht das Verschiffen von Plastikabfall um die halbe Welt einen signifikanten Anteil des internationalen Frachtaufkommens aus. Müll hat einen Weltmarkt mit Handelsagenturen, Spekulationen, Schwarzmärkten und Profiteuren. Und mit erheblichen Problemen: teils landet dieser Müll auf illegalen Deponien im Ausland, bspw. in Südostasien, teils auch einfach im Meer. Doch Plastikmüll ist nicht nur ein Problem sterbender Meerestiere, verschmutzter Urlaubsparadiese oder armer Länder.

Dass etwas gegen zunehmende Plastikmengen getan werden muss, ist auch im politischen Mainstream angekommen. Zum 1. Januar 2020 verbot Frankreich Einwegprodukte aus Kunststoff. Die Europäische Union zieht ab 2021 nach. Verschiedene Länder wehren sich gegen Müllimporte durch bspw. Importauflagen. Zwar sind diese Vermeidungsstrategien wichtig und richtig, denn Plastik(abfall) wird auch in Europa und Deutschland primär weggeworfen. Dennoch gibt es eklatante Mängel: Noch ist die Produktion aus Primärrohstoffen billiger, und auch am Müllhandel verdienen Unternehmen. So lange also unser Müll über die Weltmeere schippert, wird die Dimension des Problems schwer zu begreifen sein.

Doch warum wird Plastik überhaupt exportiert – und nicht einfach hier vor Ort recycelt oder verbrannt? Mit welchen Maßnahmen können sich Länder gegen den Müllimport wehren? Wie umgehen die Profiteure handelspolitische Auflagen und Regulierungen? Könnte eine umfassende Kreislaufwirtschaft durch ein Exportverbot gefördert werden?

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