Im Fokus: Klima und Energie

Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Kohleausstieg, Wasserstoff oder Erdgas: Für die Klima- und Energiepolitik auf Bundes-, EU- und internationaler Ebene, für Mobilität sowie für nachhaltige Wirtschafts- und Finanzpolitik hat der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring die Wahlprogramme von CDU/CSU, SPD, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit den eigenen Kernforderungen zur Bundestagswahl verglichen.

c. Kristin Rabaschus | Karo3

Die Union verpflichtet sich unter anderem zu den Zielen des novellierten Klimaschutzgesetzes und will Treibhausgasneutralität im Jahr 2045 erreichen. Dabei steht sie zum vereinbarten Kohlekompromiss. Die LNG-Technik soll ausgebaut werden. Die Partei setzt auf den Emissionshandel und will Mehrbelastungen mit gezielten Entlastungen in den Bereichen Wohnen und Mobilität kompensieren.

Die SPD will etwa Deutschland bis 2030 zum Leitmarkt für Wasserstofftechnologien machen. Die Sozialdemokrat*innen wollen auch einen Mobilitätsplan 2030 auf den Weg bringen, der den öffentlichen Personennahverkehr und den Schienenverkehr auf ein "neues Niveau" hebt. Der CO2-Preis im Wärmesektor soll von den Vermieter*innen getragen werden.

Die FDP will unter anderem eine Klimadividende einführen, die Energiebesteuerung absenken und die EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz) abschaffen. Die Freien Demorkrat*innen setzen zudem auf den Emissionshandel und die Digitalisierung der Energiewende. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu verbieten, lehnen sie ausdrücklich ab.

Bündnis 90/Die Grünen streben zum Beispiel an, das Klimaschutzgesetz "generationen- und budgetgerecht"  nachzuschärfen. Der Ausstieg aus der Kohleverstromung soll bis 2030 geschafft sein, 2035 soll der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien hergestellt werden. Ab 2030 sollen nur noch emissionsfreie Autos neu zugelassen werden.

Die Linke will Deutschland bereits bis 2035 klimaneutral machen. Dazu hat sie unter anderem vor, das EEG zu reformieren, die Energieeffizienz besonders zu fördern, den Ausstieg aus der Erdgasförderung zu forcieren sowie ausschließlich Wasserstoff zu nutzen, der aus Ökostrom gewonnen wurde. Der Kohleausstieg soll bis 2030 vollendet sein.

Im Folgenden finden Sie die ausführlichen Gegenüberstellungen als PDF und zum Download: