Deutsche Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen

Kernforderungen zur Bundestagswahl

"Die zweitbeste Zeit ist jetzt! Wie die neue Bundesregierung die Klima- & Biodiversitätskrise stoppen muss": Der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring hat zusammen mit insgesamt 35 Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen gemeinsame Kernforderungen zur Bundestagswahl 2021 vorgestellt.

Die nächsten vier Jahre werden maßgeblich darüber entscheiden, ob es uns gelingen wird, die globale Erderhitzung zu begrenzen und das Artensterben zu stoppen.

Die Verbände fordern deshalb unter anderem eine deutliche Anhebung des deutschen Klimaziels auf mindestens minus 70 Prozent bis 2030, eine Qualitätsoffensive für den Naturschutz, einen konsequenten Umbau der Agrarpolitik im Einklang mit dem Tier-, Natur- und Klimaschutz sowie eine deutliche Anhebung des Ausbaupfads für erneuerbare Energien auf 80 Prozent bis 2030, um im Jahr 2035 den Strombedarf vollständig aus erneuerbaren Energien decken zu können.

Der Forderungskatalog stellt die doppelte Krise infolge der Erderhitzung und des Verlusts der biologischen Vielfalt in den Mittelpunkt und präsentiert konkrete Umsetzungsvorschläge für die einzelnen Politikbereiche. Deutschland benötige eine echte Energie- und Verkehrswende, eine Dekarbonisierung der Industrie, ein nachhaltig ausgerichtetes und zukunftsfähiges Finanzsystem sowie eine grundlegende Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik, die durch eine Offensive im Natur- und Artenschutz unterstützt wird. Zugleich fordern die Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen, dass die kommende Legislaturperiode zur „Umsetzungsperiode“ für eine sozial-ökologische Transformation werden muss.