Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. wurde 1899 als Bund für Vogelschutz (BfV) gegründet und 1990 umbenannt. Ziel ist es, der Naturzerstörung Einhalt zu gebieten, damit auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an Ressourcen verfügt.

"Ich kann die rücksichtslose Ausbeutung der Natur einfach nicht mehr mit ansehen." Dieser Satz von Lina Hähnle, Gründerin des NABU - damals unter dem Namen Bund für Vogelschutz (BfV) - steht 1899 am Beginn einer mittlerweile über hundertjährigen Erfolgsgeschichte für den Natur- und Umweltschutz. Lina Hähnle und ihre Mitstreiter kämpften zunächst mit großem Erfolg gegen den "Paradiesvogelmord" - die Unsitte feiner Damen, ihre Hüte mit den Federn von Silberreihern oder Paradiesvögeln zu schmücken. Ein weiterer Schwerpunkt schon damals ist die Sicherung von Flächen für den Naturschutz. Mittlerweile besitzt der NABU auf einer Fläche von über 160.000 Hektar weit mehr als 5000 Naturschutzflächen in ganz Deutschland. Die NABU-Stiftung "Nationales Naturerbe" soll die Bemühungen intensivieren.

"Ich kann die rücksichtslose Ausbeutung der Natur einfach nicht mehr mit ansehen."

Lina Hähnle, Gründerin des NABU

Nach der Vereinigung mit den Naturschützern in der ehemaligen DDR wird der Bund für Vogelschutz im Jahr 1990 zum Naturschutzbund NABU. Michael Succow, der Vater des DDR-Naturschutzprogramms, wird zum Vizepräsidenten gewählt. Vor allem ihm ist es zu verdanken, dass bei der Wiedervereinigung 14 großräumige Landschaften im Osten Deutschland unter Schutz gestellt werden.

Aufgaben & Erfolge

Dafür realisiert NABU konkrete Naturschutzprojekte,  beteiligt sich an behördlichen Naturschutzverfahren, unterhält eigene Forschungsinstitute, betreibt Umweltbildung und informiert  über wichtige Themen im Umwelt- und Naturschutz. Der Verband hat bundesweit mehr als 540.000 Mitglieder und Förderer. Er ist in Bundesverband, 15 NABU-Landesverbände, einem Partnerverband in Bayern und 2.000 lokale Kreisverbände und Gruppen organisiert.

Auch dank der engagierten Arbeit des NABU hat sich der Bestand der Großschutzgebiete heute auf 23% der Gesamtfläche Ostdeutschlands erhöht. Heute sind die 420.000 Mitglieder in 15 Landesverbänden und rund 1500 Orts- und Kreisverbänden organisiert.

Engagierte Lobbyarbeit für den Schutz unseres Klimas oder eine nachhaltige Landwirtschaft stehen ebenso auf der täglichen Agenda wie praktischer Artenschutz oder Umweltpädagogik.

Mit der seit 30 Jahren durchgeführten Wahl zum Vogel des Jahres setzt sich der NABU nicht nur für bedrohte Vogelarten, sondern auch für deren spezielle Lebensräume ein. Alljährlich im Dezember verleiht der NABU Deutschlands peinlichsten Umweltpreis, den "Dino des Jahres", an solche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die durch besonders rückschrittliche Handlungen oder Äußerungen auf sich aufmerksam gemacht haben.