Verein zum Schutz der Bergwelt e.V.

Der Verein zum Schutz der Bergwelt e.V. wurde 1900 in Straßburg gegründet und hat derzeit etwa 1300 Mitglieder.

Ziel des Vereins ist es, den Schutz der Alpenpflanzen, Alpentieren und der gesamten Bergwelt zu gewährleisten. Der Verein bemüht sich, einen Raubbau an der alpinen Natur- und Kulturlandschaft zu verhindern.

Aufgaben & Erfolge

Außerdem gab er den Anstoß zum Pflanzenschonbezirk Berchtesgadener Alpen (ca. 8300 ha), dem ersten größeren Pflanzenreservat Deutschlands, das später Bestandteil des Naturschutzgebietes Königssee und des Nationalparks Berchtesgaden wurde.

Initiativen des Vereins führten zur Errichtung der großen alpinen bayerischen Naturschutzgebiete "Karwendel" und "Ammergebirge" und des Naturschutzgebietes "Kaisergebirge" in Tirol. Der Verein ergriff schon seit 1900 bis zum 1. Weltkrieg die Initiative, die ganze Alpenschutzbewegung auf eine internationale Basis zu stellen. Dies trug wesentlich zur Gründung der Commission Internationale pour la Protection des Alpes (CIPRA), dem ersten internationalen Zusammenschluss von nichtstaatlichen Alpenschutzorganisationen, und 1972 der Arbeitsgemeinschaft Alpen (ARGE ALP), dem ersten alpinen regionalen Zusammenschluss auf Länderregierungsebene bei.

Veröffentlichungen und Eingaben des Vereins hatten einen wesentlichen Anteil daran, die Watzmannbahn im Naturschutzgebiet Königssee zu verhindern, den bayerischen dreizonigen Alpenplan zu realisieren und auf die energiewirtschaftliche Nutzung der Brandenberger Ache/ Tirol und des Oberen Lechtals / Tirol zu verzichten. In ihrem Jahrbuch veröffentlicht der Verein regelmäßig wissenschaftliche Beiträge zur alpinen Thematik.