Pressemitteilung

EU-Staatsoberhäupter drängen auf neue 2050-Klimastrategie

23.03.2018

Im Rahmen der Sitzung des Europäischen Rats haben am gestrigen Abend die Staats- und Regierungschefs die EU-Kommission dazu aufgefordert, in den kommenden zwölf Monaten eine neue, langfristige Klimastrategie zu entwickeln, mit der die Ziele des Pariser Klimaabkommens eingehalten werden können. Die aktuelle Klimastrategie wurde 2011 verfasst und wurde niemals an die im Pariser Klimaabkommen von 2015 gesteckten Ziele angepasst. Besonders im Hinblick auf die Kostenentwicklung von Erneuerbaren Energien bedarf es notwendiger Angleichungen.

„Um die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen, reicht die gegenwärtige Politik der EU und die bestehenden Klimaziele nicht aus. Daher brauchen wir dringend eine von allen EU-Staaten mitgetragenen Strategie, mit dem Ziel, im Jahr 2050 klimaneutral zu wirtschaften. Wir begrüßen, dass die EU-Staatsoberhäupter diese drängende Tatsache erkannt haben und Handlungsbedarf sehen.“

Hermann Ott, DNR-Präsidium

„Um die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen, reicht die gegenwärtige Politik der EU und die bestehenden Klimaziele nicht aus. Daher brauchen wir dringend eine von allen EU-Staaten mitgetragenen Strategie, mit dem Ziel, im Jahr 2050 klimaneutral zu wirtschaften. Wir begrüßen, dass die EU-Staatsoberhäupter diese drängende Tatsache erkannt haben und Handlungsbedarf sehen“, sagt DNR-Präsidiumsmitglied Prof. Dr. Hermann Ott.

„Die neue Bundesregierung darf keine Zeit verlieren und muss nun ihre Stellung in der EU dafür nutzen, ein konsequentes Vorgehen gegen den Klimawandel voranzubringen. Das Versprechen im Koalitionsvertrag, sich an das Pariser Klimaschutzabkommen zu halten, darf kein Lippenbekenntnis bleiben: Die Regierung sollte nun vor allem bei der dringend notwendigen Einführung eines CO2-Mindestpreises eng mit der französischen Regierung kooperieren und sich dem Europäischen Parlament in den Verhandlungen des EU-Energiepakets anschließen, um das Ziel ‚Klimaneutralität im Jahr 2050‘ zu erreichen.“