Drei Fragen an Sascha Müller-Kraenner

Was verbindet Sie mit dem DNR und was waren Ihre kuriosesten Erlebnisse im DNR?

Dadurch, dass mein Einstieg in die Umweltpolitik als Beruf gleich beim Dachverband Deutscher Naturschutzring stattfand, hatte ich von Beginn an die große Chance, die ganze Vielfalt der Themen und Menschen der deutschen Naturschutz- und Umweltbewegung ganz direkt kennenzulernen.

Was waren aus Ihrer Sicht die größten Erfolge des DNR für den Natur-, Tier- und Umweltschutz?

Früher habe ich mir immer gewünscht: Der Natur- und Umweltschutz brauchen in Deutschland eine genauso machtvolle Interessenvertretung, wie sie die Autofahrer mit dem ADAC haben.

"Schaut man sich heute die Mitgliederzahl und die Schlagkraft der großen Natur- und Umweltschutzverbände im DNR an, so haben wir den ADAC an gesellschaftlicher Bedeutung und Einfluss schon lange überholt."

Sascha Müller-Kraenner, Geschäftsführer Deutsche Umwelthilfe (DUH)

Das Highlight meiner eigenen Arbeit beim DNR waren die Einrichtung der noch heute bestehenden EU-Koordination und die Trägerschaft des Klimaforums 95 anlässlich des Berliner UN-Klimagipfels, gemeinsam mit dem DNR-Mitgliedsverband Grüne Liga.

Was wünschen Sie dem DNR für die nächsten 70 Jahre?

Ich wünsche dem DNR und seinen Mitgliedsverbänden, dass sie sich ständig weiterentwickeln, neue Generationen mitnehmen und im 21. Jahrhundert eine ökologisch-soziale Marktwirtschaft schaffen helfen, so wie im 20. Jahrhundert die Gewerkschaften zur Entwicklung der sozialen Marktwirtschaft beigetragen haben.