Verschmutzung: Nullschadstoffziel für eine schadstofffreie Umwelt

c. K. Rabaschus | Karo 3

Voraussichtlich am 14. Oktober wird die EU-Kommission im Rahmen des Europäischen Green Deal ihre zukünftige Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit vorlegen. Vor diesem Hintergrund fordern deutsche Umweltverbände unter dem Dach des Deutschen Naturschutzrings (DNR) in einem gemeinsamen Forderungspapier eine ambitionierte Null-Schadstoff-Politik der EU und ein klares Bekenntnis zu einer giftfreien Umwelt.

Die Verschmutzung unserer Luft, unseres Wassers und unseres Bodens durch Schadstoffe ist akut. Die für den Herbst angekündigte Strategie für eine giftfreie Umwelt kann ihrem Namen nur gerecht werden, wenn sie bestehende Gesetzeslücken bei der Verwendung von Chemikalien endlich schließt und ein übergreifendes Rahmenwerk für den Umgang mit gefährlichen Stoffen vorgibt, fordern die Verbände in ihrem heute veröffentlichten Papier. Dabei muss die EU-Kommission das Vorsorge-, das Nachhaltigkeits- sowie das Verursacherprinzip konsequent anwenden und transparente Entscheidungsprozesse sicherstellen. Klar ist auch: Das bestehende Fachrecht, insbesondere die EU-Chemikalienverordnung REACH, muss endlich vollumfassend umgesetzt werden.

Neben einer effizienteren Stoffbewertung fordern die Verbände, die Strategie für die Transformation hin zu einer sauberen Kreislaufwirtschaft zu nutzen und Transparenz über das Vorkommen von Stoffen in Produkten herzustellen.