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Evaluation: Europäische Fonds sollten weniger aufwändig sein

08.08.2019

Wo Kommunen und die Zivilgesellschaft für nachhaltigkeitsbezogene Projekte EU-Gelder beantragen können, fasst der EU-Kommunal-Kompass zusammen. Es geht dabei um Anträge für die Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESI).

Anlässlich einer vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebenen Befragung ermittelte die Consulting-Agentur Taurus Eco bei kommunalen ExpertInnen, dass bis Ende 2017 bei der Hälfte der ESI-Maßnahmen weniger als 40 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel bewilligt beziehungsweise gar nicht erst beantragt wurden. Dies betreffe insbesondere die Maßnahmen zum Klimaschutz, für eine klimafreundliche Mobilität und für nachhaltiges Wirtschaften, heißt es im Ergebnisbericht. Hauptgründe für die Umsetzungsschwierigkeiten seien vor allem der Antrags- und Verwaltungsaufwand für die Zuwendungsempfänger sowie Probleme bei der Bereitstellung der Eigenmittel.

Verbessert werden könne das gegebenenfalls durch einfacher abzurechnende Kostenpauschalen, bessere Wissensvermittlung über die vorhandenen Möglicheiten der Förderung sowie zusätzliche Informations- und Kommunikationsmaßnahmen, empfiehlt Taurus Eco für die zukünftige Förderperiode. [jg]

EU-Kommunal-Kompass

Fragen zum "Umsetzungsstand der nachhaltigkeitsbezogenen ESI-Förderung für kommunale Akteure in der Förderperiode 2014-2020 - Ergebnisbericht": www.taurus-eco.de