Pressemitteilung

Neue Gentechnik-Verfahren: Absage an Roulette mit der biologischen Vielfalt

25.07.2018

Anlässlich der angekündigten Rodung im Hambacher Wald durch den Energiekonzern RWE sind heute Mitglieder der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ - kurz Kohlekommission - vor Ort, um sich zu informieren. Sie übernehmen mit der Hängung von fünf Holztafeln symbolische Baumpatenschaften im ökologisch besonders wertvollen Kerngebiet des Waldes. Auf den Tafeln steht „Hambacher Wald: Dieser Baum darf nicht für Kohle sterben“ und der Name des Baumpaten. Damit protestieren sie für dessen Erhalt und gegen die bewusste Provokation durch den Energieriesen RWE, Rodungen für den Kohleabbau durchführen zu wollen, noch während die Kommission tagt. Durch den jahrzehntelangen Kampf um den Erhalt des uralten Waldes ist er zu einem starken Symbol für die Pariser Klimaziele und die Klimabewegung geworden.

Kai Niebert, Präsident des Umweltdachverbandes Deutscher Naturschutzring (DNR): „RWE hat die Lunte für eine unnötige Eskalation entzündet. Während Politik und Kohlekommission versuchen, einen sozial- und umweltverträglichen Kohleausstieg zu vollziehen, will RWE sowohl das Klima wie auch gesellschaftliche Konflikte anheizen. Eigentum verpflichtet – das gilt auch für RWE.“

„Eine umfassende Risikobewertung, Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung sind Mindestvoraussetzungen, die die Bundesregierung – wie im Koalitionsvertrag zugesichert - jetzt schaffen muss. Nur so ist eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern, haben Verbraucherinnen und Verbraucher die Wahl und Bauern die unternehmerische Freiheit, auch in Zukunft Gentechnik-frei zu konsumieren und zu produzieren,“

DNR-Vizepräsidentin Undine Kurth

„Eine umfassende Risikobewertung, Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung sind Mindestvoraussetzungen, die die Bundesregierung – wie im Koalitionsvertrag zugesichert - jetzt schaffen muss. Nur so ist eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern, haben Verbraucherinnen und Verbraucher die Wahl und Bauern die unternehmerische Freiheit, auch in Zukunft Gentechnik-frei zu konsumieren und zu produzieren,“ ergänzt Undine Kurth.

weitere Informationen:
Aus Anlass des heutigen Urteils haben am 3. Juli 2018 zahlreiche Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz sowie der Entwicklungszusammenarbeit in einer gemeinsamen Resolution gefordert, die neuen gentechnischen Verfahren nach dem Gentechnik-Recht zu regulieren und zu kennzeichnen.