Pressestatement

Zur Zivilgesellschaftlichen Erklärung zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik

03.06.2019

Berlin – Anlässlich des geplanten Nachhaltigkeitsgipfels der Vereinten Nationen im September diesen Jahres kommen heute zivilgesellschaftliche Organisationen in Berlin zusammen, um die Rolle Deutschlands in der Nachhaltigkeitspolitik zu diskutieren und eine von 118 Organisationen getragene Erklärung zu veröffentlichen. Dazu kommentiert Prof. Dr. Kai Niebert, Präsident des Umweltdachverbandes Deutscher Naturschutzring (DNR):

 „Die bisherige Umsetzung der für 2030 gesteckten Nachhaltigkeitsziele zeigt die Ratlosigkeit der Bundesregierung bei der Beantwortung unserer wichtigsten Zukunftsfragen. Bereits jetzt zeichnet sich sehr deutlich ab, dass Deutschland die Erreichung seiner Ziele bis 2030 krachend verfehlen wird. Dabei machen Wahlergebnisse wie auch Umfragen deutlich, dass die Bevölkerung ganz im Gegensatz zu den regierenden Verantwortlichen, ein weiteres Hinauszögern von dringend notwendigen Transformationsprozessen nicht länger akzeptieren will.

Es ist dabei keine Frage der Machbarkeit, positive Beispiele kennen wir genug: zivilgesellschaftliche Organisationen haben teilweise gegen deutliche Widerstände aus Politik und Wirtschaft gezeigt, wie auch mit wenigen Mitteln nachhaltige Entwicklung sozial und ökologisch gerecht gestaltet werden kann. Es ist eine Frage des politischen Wollens. In der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung hat sich die Bundesregierung bereits zu einem klaren Leitbild einer nachhaltigen Politikwende verpflichtet. Es bedeutet Verantwortung zu übernehmen, hier und vor Ort. Deutschland muss mit positivem Beispiel vorangehen. In der eigenen Energiepolitik, in einer nachhaltigen Mobilitätsplanung und einer Neuausrichtung der Agrarpolitik. An diesen Entscheidungen messen wir und die globale Gemeinschaft die Rolle Deutschlands. Denn eines steht fest: Nachhaltig sind wir noch lange nicht!“

Hintergrundinformation:
Das Positionspapier der 118 Organisationen finden Sie hier.

Fachliche Rückfragen:
Elisabeth Staudt | Forum Umwelt und Entwicklung
Referentin Nationale Nachhaltigkeitspolitik
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