Ressourcengerechtigkeit

Ressourcengerechtigkeit ist ein ethisches Konzept, dass die Verteilung der Zugangs- und Nutzungsrechte von Ressourcen beschreibt. Das Konzept ist vielschichtig und, genau wie der Begriff Gerechtigkeit, nur schwer abschließend zu definieren. Wesentlich leichter fällt die Benennung von (vermeintlichen) Ungerechtigkeiten. Formal haben alle Menschen den gleichen Zugang zu Ressourcen auf den internationalen Märkten, faktisch wird vielen Millionen Menschen durch ungleiche Ausgangsbedingungen dieser Zugang jedoch verwehrt. Dies zeigt sich exemplarisch am Primärenergiebedarf: der deutsche Verbrauch liegt mit 3,76 Tonnen Öläquivalent pro Jahr etwa 10 Mal höher als der eines Menschen auf dem afrikanischen Kontinent. Eine gerechte Verteilung der weltweiten Ressourcen auf dem Niveau des Verbrauchs der Industrieländer kann nicht funktionieren, denn so viele Ressourcen gibt es auf unserem Planeten nicht.

Neben der globalen Dimension von Ressourcengerechtigkeit gibt es außerdem eine generationenübergreifende. Verbrauchen die heute lebenden Menschen fossile Energieträger, so stehen diese zukünftigen Generationen nicht mehr zur Verfügung. Die resultierenden Umweltverschmutzungen und Treibhausgase in der Atmosphäre bleiben jedoch über mehrere Generationen hinweg erhalten.

 

Externe Links

Ausführliche Einführung in Ressourcengerechtigkeit und -konflikte