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EU-Rechnungshof moniert schmerzhafte Schlachtung und Beförderung von Tieren
EU-News | 14.11.2018
#Tierschutz

EU-Rechnungshof moniert schmerzhafte Schlachtung und Beförderung von Tieren

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c. Pixabay

In der Europäischen Union werden Tiere teilweise unter qualvollen Bedingungen transportiert und geschlachtet. Das geht aus einem Bericht des Europäischen Rechnungshofs hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.  

Während Maßnahmen der EU zur Verbesserung des Tierschutzes zwar in einigen Bereichen erfolgreich gewesen sind, würden beim Transport und bei der Schlachtung die geltenden EU-Regeln zum Umgang mit Nutztieren mitunter missachtet, heißt es in dem Bericht. Die Rechnungsprüfer*innen untersuchten dafür Nutztierbetriebe in fünf EU-Ländern, darunter Deutschland.

"Der Tierschutz liegt den Bürgerinnen und Bürgern der EU am Herzen", sagte Janusz Wojciechowski vom Rechnungshof. Aber die Lücke zwischen ehrgeizigen Zielen und praktischer Umsetzung müsse noch geschlossen werden.

Tiere würden teilweise ohne ausreichende Betäubung geschlachtet oder müssten lange Fahrten unter schlechten Bedingungen aushalten, kritisierten die Kontrolleure. Die Prüfung, ob die EU-Mindeststandards eingehalten werden, habe Defizite. Unter anderem in Deutschland fehle den Kontrolleuren ein schlüssiges Konzept, nach welchen Kriterien die Risiken für Verstöße eingeschätzt und Überprüfungen geplant werden.

Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU-Staaten sieht vor, Betrieben durch Subventionen Anreize zu schaffen, ihre Tierhaltung zu verbessern. Dieses Angebot müssten die EU-Staaten besser nutzen, forderten die Prüfer*innen. Der Nutztiersektor macht nach Angaben des Rechnungshofs rund 45 Prozent der Landwirtschaft in der EU aus - mit einem jährlichen Umsatz von 168 Milliarden Euro und vier Millionen Beschäftigten. [mbu]

Sonderbericht Nr. 31/2018: Tierschutz in der EU: Schließung der Lücke zwischen ehrgeizigen Zielen und praktischer Umsetzung

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