EU-Newsletter
GAP, NDCs, 8. UAP - what?! Regelmäßig berichtet der DNR über europäische Umweltpolitik, aktuelle Beschlüsse der EU-Institutionen, relevante Aktivitäten von Nichtregierungsorganisationen und Konferenzergebnisse sowie Möglichkeiten der Beteiligung an Gesetzesprozessen (Konsultationen). Unsere bisherigen Ausgaben seit 2023 finden Sie auf dieser Seite. Zur Zuordnung der Autor*innenkürzel siehe hier.
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2026
Nach kreativer Pause erscheint der erste EU-Newsletter des Jahres 2026 in neuem Gewand. Inhaltlich nehmen wir Sie mit zum brandneuen Industrial Accelerator Act, dem schwelenden Problem rechtswidriger Pestizidzulassungen und werfen mit Melina Sowah vom WWF einen Blick auf das wildLIFEcrime-Projekt. Raphael Weyland (NABU) schaut kritisch auf 2026 und ordnet ein, was wir noch erwarten müssen.
Weitere Themen: HandsOffNature-Kampagne, Forderung nach Bleiverbot in Munition und Angelgewichten, Omnibus: Abschwächungen bei CSRD und CSDDD (Nachhaltigkeitsberichterstattung und Lieferketten), Saatgutrecht, mangelnde Transparenz und fehlende Beteiligung der Zivilgesellschaft

2025
Im letzten Newsletter des Jahre präsentieren wir unser vollständig überarbeitetes Brüsseler 1x1 für Umweltbewegte - für mehr Durchblick im EU-Dschungel. Weitere Themen in diesem Newsletter: Der Food & Feed Omnibus mit seinen verheerenden Regeln für Pestizidzulassungen, der Automotive Omnibus mit dem teilweisen Aus fürs Verbrenner-Aus, Neues aus der Fischerei (Fangquoten 2026) und Anpassungen an den CO₂-Grenzausgleichsmechanismus CBAM.
Vertragsverletzungsverfahren + Infrastruktur-Zukunftsgesetz + Wohnraum + Europa 2030

Nr. 18/25, 11.12.2025
Dieser EU-Newsletter hat es in sich. Der Umwelt-Omnibus bringt erhebliche Gefahren für Natur und Gesundheit mit sich. Der Nachhaltigkeitsomnibus hat Lieferkettengesetz und Nachhaltigkeitsberichterstattung quasi bis zur Unkenntlichkeit abgeschwächt. Die EU-Entwaldungsverordnung wird verschoben und schützt Menschenrechte und Umwelt nur noch unzureichend. Die GAP nach 2027 hat dringenden Verbesserungsbedarf. Das EU-2040-Klimaziel lässt zu viele internationale Anrechnungsmöglichkeiten zu. Die Regeln für neue Gentechnikverfahren vernachlässigen das Vorsorgeprinzip. Und zu schlechter Letzt fällt die EU aller Wahrscheinlichkeit nach bei den im 8. Umweltaktionsprogramm anvisierten Zielen bis 2030 größtenteils durch. Immerhin: Es gibt einige Lichtblicke für den Artenschutz am Ende der CITES-Konferenz, wie Pro Wildlife für uns analysiert. Und wozu EU-Fördermittel beflügeln können, wenn sie explizit für Natur- und Umweltschutz ausgegeben werden, beschreibt der Global Nature Fund.
Tierschutz + Hunde + Katzen + Umweltkriminalität + Umweltrecht + Lieferkette + EUDR + UAP + LIFE

Mit dem GAP-Omnibus wurden zentrale Umweltstandards der Agrarpolitik aufgeweicht – ein herber Rückschritt für Natur, Boden und Artenvielfalt. Das EU-Parlament hat das EU-Klimaziel von 90 Prozent bestätigt, dabei aber größtenteils deutliche Aufweichungen des Umweltrats mitgetragen, wie die Nutzung von Emissionszertifikaten aus dem Ausland und die Verschiebung des Emissionshandels für Verkehr und Gebäude. Viele Schlagzeilen hat die Entscheidung des EU-Parlaments gemacht, Umwelt- und Menschenrechtsstandards beim EU-Lieferkettengesetz massiv zu beschneiden – und zwar mit einer Mehrheit der Konservativen und Liberalen mit den Rechtsextremen. Ein Gastartikel von Save Our Seeds blickt mit Sorge auf die jüngsten Entwicklungen innerhalb der Weltnaturschutzunion (IUCN) pro neue gentechnische Verfahren – mit potenziell gravierenden Folgen für den Naturschutz. Weitere Themen: Der nächste Mehrjährige Finanzrahmen und unser Positionspapier, die Anti-Entwaldungsverordnung EUDR, ein Pestizid-Urteil des Europäischen Gerichts und die Pläne des Europäischen Rechnungshofes 2026.

Wir berichten über das abgeschwächte EU-Klimaziel für 2040, das Arbeitsprogramm der EU-Kommission für 2026, vorgeschlagene Änderungen an der Anti-Entwaldungsverordnung (EUDR) sowie die Ewigkeitschemikalien PFAS. Das EU-Parlament hat das Bodenüberwachungsgesetz (Soil Monitoring Law) angenommen. Nicht zuletzt setzen wir uns mit vielen anderen Umweltorganisationen für die Beibehaltung strenger Pestizidregelungen im Rahmen des Omnibuspakets zur Vereinfachung der Lebens- und Futtermittelsicherheit ein. Und da nächste Woche die UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém stattfindet, haben wir Ihnen einen kleinen Überblick über Veröffentlichungen zum Thema zusammengestellt. Weitere Themen: Wasserresilienz, Ostsee-Fangquoten, Aktionspläne für Hochgeschwindigkeitszüge und nachhaltigere Kraftstoffe, Fortschrittsberichte Energieunion und Klimaschutz.
EUDR + TFA + Trinkwasser + Männergesundheit + Emissionen Viehwirtschaft + Untätigkeitskosten Klimakrise

Dieser Newsletter enthält Artikel über den aktuellen Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) über den Zustand der Umwelt in Europa, zur Verschiebung des politischen Diskurses von der Dekarbonisierung hin zu reinem Wettbewerb sowie über die Abschwächung der Umweltziele in der Gemeinsamen Agrarpolitik durch das EU-Parlament. Wir berichten außerdem über die Umfrageergebnisse des NABU zur Wiederherstellungsverordnung, die EU-Kreislaufwirtschaftspolitik, Gewässerschutz und den Handel mit wildlebenden Tier- und Pflanzenarten. Abschließend finden Sie Informationen über das EU-Bodenüberwachungsgesetz, das EU-Lieferkettengesetz, Meerespolitik, die internationale EU-Klimadiplomatie, die Ergebnisse der IUCN-Konferenz in Abu Dhabi und vieles mehr.
NRL + PFAS + Ocean Week + Textilien + Lebensmittel + CITES + Tierschutz + Arbeitsprogramm 2026

In der aktuellen Ausgabe beschäftigen sich unsere Autor*innen mit dem verschobenen EU-Klimaziel, mit den Reformplänen zur Gemeinsamen Agrarpolitik, der potenziellen Förderung von Atomkraft und der erneuten Verschiebung der Anti-Entwaldungsverordnung EUDR. Zudem können Sie nachlesen, dass in der EU-Agenda für „Wettbewerbsfähigkeit“ noch etliche Umwelt-, Natur- und Klimaschutzaspekte fehlen. Auch beim Tierschutz hapert es auf vielen Ebenen. Atomkraft ist aus Sicht unserer Gastautorin eine nachhaltige Energiewende-Bremse. Darüber hinaus finden Sie Informationen zur Beteiligung an den Europäischen Aktionstagen für Ernährungsgerechtigkeit. Die Nitratrichtlinie wird aufgeweicht, die Konsultation für den Food Safety Omnibus startet und Umweltverbände kritisieren die Regelungen über prioritäre Stoffe in der Wasserrahmenrichtlinie.
Renure + NGT + Kennzeichnungspflicht + neue Gentechnik + Global Witness +

Sonderausgabe HandsOffNature, 04.09.2025
Nach der Brüsseler Sommerpause und vor Ablauf der Frist zur Beteiligung haben wir mit einem Sonder-EU-Newsletter über den Call of Evidence zum erwarteten Umwelt-Omnibus informiert. Das europaweite #HandsOffNature–Bündnis warnt, dass die EU-Kommission im Zuge ihrer Vereinfachungswelle die Umweltgesetzgebung schwächen will. Gemeinsam mit vielen Organisationen ruft der Deutsche Naturschutzring (DNR) dazu auf: Nutzen Sie Ihre Stimme für die Natur!Denn noch ist nichts entschieden: Wer sich an der öffentlichen Konsultation beteiligt, kann ein starkes Signal für den Umwelt- und Naturschutz in der EU setzen. Die Befragung läuft bis zum 10. September.

Wir nehmen Sie in diesem Newsletter mit nach Straßburg, wo Ursula von der Leyen gestern ihre Rede zur Lage der EU (SOTEU) gehalten hat. Lesen Sie außerdem eine Einordnung der Debatten um das EU-2040-Klimaziel, Analysen zum Mehrjährigen Finanzrahmen und zum Chemikalienaktionsplan, Nachrichten aus dem EU-Parlament und nicht zuletzt die Jubiläumsausgabe des DNR-Newsletters zu 75 Jahren Deutscher Naturschutzring.
Abfallrahmenrichtlinie + Altfahrzeuge + Kreislaufwirtschaft + Textilien + MFR + PFAS + Klimaschutz + Deregulierung + Omnibus + Entbürokratisierung + HandsOffNature + Verbrenner-Aus + EU-Taxonomie + Gas + Atom

Im letzten Newsletter vor der Sommerpause können Sie sich umfassend über den nächsten mehrjährigen EU-Haushalt informieren: Die EU-Kommission hat den Entwurf für den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2028–2034 veröffentlicht. Wir haben das zwei Billionen Euro schwere Werk für Sie zusammengefasst – sowohl im Überblick als auch aus agrarpolitischer Perspektive. Aus naturschutzfachlicher Sicht verweisen wir auf einen hervorragenden Beitrag im NABU-Blog. Bis zum 10. September wird sondiert, wie die EU-Umweltgesetzgebung „vereinfacht“ werden kann – die sogenannte Omnibus-Verordnung wird im Herbst erwartet. Und was die Politik bei der Naturwiederherstellungsverordnung und der Wasserrahmenrichtlinie tun muss, haben wir ebenfalls für Sie aufbereitet. Vergessen Sie außerdem nicht, sich um Fördermittel in der laufenden LIFE-Förderperiode zu bewerben – noch gibt es das einzige EU-Programm, das gezielt auf Umwelt-, Klima- und Naturschutz ausgerichtet ist. Zumindest freut sich die Umweltbewegung, weil sie sich nun auf höchstrichterlichen Beschluss zur völkerrechtlichen Verpflichtung zum Klimaschutz berufen kann. Der Internationale Gerichtshof hat ein bahnbrechendes Urteil gefällt.
Umwelt-Omnibus + Vereinfachung + Deregulation + LIFE + GAP + MFR + EUDR + IGH + Konsultationen + Umweltgesetzgebung + WRRL + Gewässerforum

Während das EU-Parlament wenige Tage vor der Veröffentlichung des nächsten Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) am kommenden Mittwoch eine Debatte über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und deren Finanzierung führte, forderte ein Bündnis auf der Sonder-Agrarministerkonferenz in Berlin einen grundlegenden Kurswechsel in der deutschen Agrarpolitik hin zu mehr Zukunftsfähigkeit. Wir wiederum schauen in diesem Newsletter viel auf Finanzen: Lesen Sie mehr über den Forderungskatalog für den MFR 2028-2034 und den künftigen Wettbewerbsfonds, die Lücken in der Naturschutzfinanzierung und der Umsetzung von Umweltrecht, den Fahrplan zu „Nature Credits“ sowie Kritik am neuen EU-Beihilferahmen CISAF für die Industrietransformation mit fossilen Schlupflöchern und sozialen Leerstellen. Umweltorganisationen beklagen außerdem, dass beim Klimaschutzziel Zahlen schöngerechnet werden und in der Chemikalienpolitik die Industrie statt der Umwelt- und Gesundheitsschutz unterstützt wird. Ganz schön viel zu tun für die dänische EU-Ratspräsidentschaft...
Omnibus + Chemikalienaktionsplan + EU-Klimaziel 2040 + Offsets + ECHA + MFR + EIR + NGT + neue Gentechnik + Waldschutz + EUDR + Handel + Rechtsstaatlichkeit + Lieferketten

Der DNR begeht dieses Jahr sein 75-jähriges Jubiläum. Tauchen Sie gern auf unserer Sonderseite in unsere durchaus auch europäisch bestimmte Chronik ein oder erzählen Sie uns von Ihrer persönlichen Verbindung zum Dachverband. Ansonsten war viel los auf europäischer Ebene. Lesen Sie mehr über Angriffe auf die Wiederherstellungsverordnung und die Zivilgesellschaft, die Parlamentsposition zum Clean Industrial Deal und das „Deregulierungschaos" in Sachen Nachhaltigkeit, Lieferketten und Green Claims. Außerdem können Sie sich auf Gastbeiträge über Nature Credits, Bioökonomie und EU-Saatgutrecht freuen. Auch Landwirtschaft und Tierschutz bekommen in diesem EU-Newsletter viel Raum.
NRL + WVO + NGO-Finanzierung + Clean industrial Deal + Bioökonomie + Green Claims + CSRD + CSDDD + Nature Credits + Saatgutrecht + ETS + GEbäude + Verkehr + Omnibus + Entbürokratisierung + Deregulierung + EUDR + Tierschutz + Tierwohl + Haustiere + UNOC3 + Ozeankonferenz

Die Europäische Kommission hat die nationalen Energie- und Klimapläne analysiert und ist vorsichtig optimistisch, dass das 2030-Klimaziel erreichbar ist (Umweltverbände sind skeptisch). Parallel und ficht die Kommission Kämpfe um das 2040-Klimaziel aus. Außerdem im Newsletter: Es gibt erhebliche Kritik an den Genehmigungen von Pestiziden sowie an Lücken im EU-Ozeanpakt und der neuen Wasserresilienzstrategie. Wie der Zusammenhalt mittel Kohäsionspolitik und durch Gelder für Umwelt- und Nachhaltigkeit in den Regionen gestärkt werden kann und was der nächste Mehrjährige Finanzrahmen damit zu tun hat, beleuchtet ein Gastbeitrag.
Umweltrat + Angriffe auf Zivilgesellschaft + GAP + Agrarpolitik + Good Food Good Farming + Bioökonomie + Wolf + Bodenschutz + Haustierhandel

Lesen Sie in dieser Newsletterausgabe zur europäischen Umweltpolitik, wie die Zivilgesellschaft die zwei jüngsten Omnibus-Pakete zur „Vereinfachung“ in der Landwirtschaft und im Binnenmarkt einordnet, wie es um die Anti-Entwaldungsverordnung EUDR steht und was beim ersten strategischen Dialog mit dem Chemie-Sektor herauskam. Außerdem werfen wir einen Blick auf die EU-Parlamentsentscheidung zum CO₂-Grenzausgleichsmechanismus CBAM. Die geplante Wasserstrategie (Leak von Mitte Mai, Veröffentlichung am 4. Juni) ist ebenso Thema. Nicht zu vergessen die Anti-Haltung von Bundeskanzler Merz zur Lieferkettenrichtlinie und die Reaktionen darauf.
Vertragsverletzungsverfahren + Klimaziel 2040 + Exit Plastik + BSR-Triple-COP + Basel + Rotterdam + Stockholm + UN Ocean Conference + EU Ocean Pact + EU-Ozeanpakt

Ganz Europa gedachte am 8. Mai dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren. Die Welt hat einen neuen Papst. Und Friedrich Merz ist Bundeskanzler im zweiten Anlauf. Eine seiner ersten Reisen führte ihn am Europatag (9. Mai) bereits nach Brüssel zum Treffen mit Parteikollegin Ursula von der Leyen. Wir beleuchten in unserem EU-Newsletter die aktuellen Entwicklungen in der europäischen Umweltpolitik. Lesen Sie unter anderem über den neuen Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR), der schon lange vor seinem Start 2028 von Kritik und Forderungen begleitet wird. Außerdem haben wir aufbereitet, wie bei der Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) Umwelt- und Ökolandbau-Organisationen auf eine bessere Verwendung der Gelder drängen und welche Beschlüsse es zum Wolf sowie zum Bodenschutz gab. Eine Analyse zum Blackout auf der Iberischen Halbinsel zeigt zudem, wie falsche Narrative Lösungen für die Energiewende behindern können. Und wir haben herausgearbeitet, was sich im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung zur deutschen Position in der EU-Umweltpolitik findet.
Wasserresilienz + BBNJ + Hohe See + Meeresschutz + Unabhängigkeit von russischem Gas + Konsultationen

In diesem Newsletter beleuchten wir, wie auf europäischer Ebene umweltpolitische Themen wie das 2040-Klima-Ziel, Flottengrenzwerte und Verbrenner-Aus, Waldüberwachung und Wasserresilienz unter Beschuss stehen. Außerdem berichten wir über den geplanten Europäischen Ozeanpakt und die laufenden Proteste gegen die Deregulierung bei neuer Gentechnik. Daneben finden Sie Analysen über die Rolle der Landwirtschaft im nächsten langjährigen EU-Haushalt, den Status Quo der Kreislaufwirtschaft und den „gemachten Skandal“ zur Rolle der Finanzierung von Nichtregierungsorganisationen.

100 Tage ist die neue EU-Kommission nun im Amt und wir ziehen eine erste Zwischenbilanz. Ansonsten gibt es wenig zu feiern: Die neue Gentechnik ist nach der Mehrheitsentscheidung im Rat auf dem Vormarsch und gibt uns Anlass zu großer Besorgnis. Der Wolf wird nicht mehr streng, sondern nur noch geschützt. Neue Vorschriften zur Reduktion von Lebensmittel- und Textilabfällen haben noch viel Luft nach oben, dafür wird auf EU-Ebene fleißig dereguliert. Die EU-Kommission hat einen Aktionsplan für Stahl und Metalle vorgelegt. Wie Deutschlands Rolle beim EU-Klimaziel 2040 aussehen sollte, beschreiben wir in einem Meinungsbeitrag.
EU-politischer Umweltimpuls + Chemikalien + Klimakrise + EuGH + Abfallrecht + Whistleblower + Meeresschutz

Ein Hoch auf den Multilateralismus! Auf der CBD COP 16.2 zum Schutz der weltweiten Biodiversität wurden ein Naturschutzfonds und Maßnahmen zur Finanzierung beschlossen. Der Europäische Klimabeirat (ESABCC) spricht sich für separate Ziele bei Emissionen und CO₂-Entnahmen aus. Neue Gentechnik – Rat ringt um Position zu Patenten. Brandenburg und das Nature Restoration Law: Verzögern statt wiederherstellen? Es gibt noch viel zu tun beim 8. Umweltaktionsprogramm. Und: Der erste Teil der sogenannten Omnibus-Initiativen zur Vereinfachung und zum Bürokratieabbau wurde am 26. Februar ebenso präsentiert wie der Clean Industrial Deal und der Aktionsplan für erschwingliche Energie. Germanwatch ordnet die angekündigten Änderungen der EU-Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) ein und wir schauen: Wie Clean ist der Clean Industrial Deal wirklich? EU-Kommission will Flottengrenzwerte aufweichen und hat einen Aktionsplan für Europas Automobil-Industrie veröffentlicht. 20 Organisationen fordern die konsequente Anwendung des "Do No Significant Harm"-Prinzips im langjährigen EU-Haushalt (MFR).

Im letzten Newsletter vor der Bundestagswahl hat der DNR zusammengestellt, wie sich die deutschen Parteien zu den europäischen Vorhaben positionieren. EU-Kommissar Christophe Hansen hat seine Vision für Landwirtschaft vorgestellt - lesen Sie erste Reaktionen aus den Umweltverbänden nach. Außerdem: Diskussionen rund um die Einführung des Emissionshandels für Verkehr und Gebäude und das Arbeitsprogramm der EU-Kommission für 2025. Der DNR hat das Eckpunktepapier für strengere Regeln für Tiertransporte in Drittländer mit verbindlichen Regeln zu Tierschutzstandards begrüßt. Lesen Sie außerdem: CAN-Positionspapier zur Veröffentlichung des Clean Industrial Deal, Germanwatch-Kritik an Regierungsvorschlägen zur Omnibus-Verordnung sowie den NABU-Blog über Attacken gegen NGOs als Angriffe auf die Demokratie.

Der Wettbewerbskompass der EU-Kommission setzt mehr auf Deregulierung als auf robusten Klimaschutz. Auch die Europäische Volkspartei sieht Entbürokratisierung als Wirtschaftsstrategie. Verlieren die Meere beim geplanten Europäischen Pakt für Meere gegen die EU im Wettbewerbsmodus? Startschuss für den strategischen Dialog zur Zukunft der Autoindustrie gefallen. Umweltverbände protestieren gegen die PFAS-Lobby, die das vorgeschlagene Verbot der Ewigkeitschemikalien nach Kräften aufweicht. Das 26. Berliner Klimagespräch mündete in die Forderung, europäische Klimapolitik zu verteidigen und weiterzuentwickeln. Eine weitere DNR-Veranstaltungsauslese betrifft Forderungen der Zivilgesellschaft an die polnische Ratspräsidentschaft. Eine neue Europäische Bürgerinitiative will eine energetische Renovierungswelle im europäischen Gebäudebestand anregen. Das Projekt „CAP4GI – GAP für vielfältige Landschaften“ hat Forschungsergebnisse und konkrete Handlungsempfehlungen für mehr Biodiversität in der Gemeinsamen Agrarpolititk präsentiert.

Willkommen im neuen EU-Newsletterjahr! Vor dem EVP-Gipfel in Berlin fordern 270 Organisationen den „Schutz von Natur und Demokratie vor Profit“ - und der DNR kommentiert das von Friedrich Merz am 17./18. Januar anberaumte Treffen zur Entbürokratisierung. Die polnische Ratspräsidentschaft hat einen angepassten Entwurf zur Deregulierung neuer Gentechnik präsentiert. Die CO₂-Emissionen im Straßenverkehr könnten ab 2025 sinken. Das Europäische Umweltbüro (EEB) hat seine traditionellen 10 grünen Tests an die polnische EU-Ratspräsidentschaft geschickt. Bei der Lobby-Schlacht um PFAS scheinent teils falsche Industrieargumente politische Kreise zu ziehen. Geht auch hier der Profit vor Gesundheit und Umweltschutz? Die Tierschutzreform auf EU-Ebene lässt weiter auf sich warten, mit Gesetzesvorschlägen ist frühestens ab 2026 zu rechnen. Die Meeresschutzorganisation Seas At Risk warnt vor riskantem Geo-Engineering-Praktiken im Meer. Die Rote Liste zu Süßwasser weist besorgniserregende 24 Prozent der Organismen als akut vom Aussterben bedroht aus. Das auch vom DNR mitbegleitete Projekt CAP4GI lädt zur Abschlussveranstaltung ein, um Potenziale der Gemeinsamen Agrarpolitik für Biodiversität und Landwirtschaft künftig besser zu nutzen.
