Gemeinsames Forderungspapier

Sauenhaltung in Deutschland

19.06.2020

"Sauenhaltung in Deutschland - Handlungsmöglichkeiten aus Sicht des Tierschutzes": So heißt das von einem Dutzend Organisationen erarbeitete Forderungspapier, das die Debatte um den sogenannten Kastenstand in die richtige Richtung bringen soll.

Denn Zuchtsauen werden in Deutschland fast flächendeckend ihr halbes Leben lang in körperengen Kastenständen gehalten. Für die Organisationen ist klar: "Diese Haltungsform verstößt gegen das Tierschutzgesetz (TierSchG) und gegen die in der Verfassung verankerte Staatszielbestimmung Tierschutz in Art. 20a Grundgesetz." Die dauerhafte Fixierung von Sauen "sowohl im Deckzentrum als auch im Abferkelbereich" muss verboten werden. Gruppenhaltung und eine freie Abferkelung in tiergerecht gestalteten Buchten müssten gewährleistet sein. Dass das möglich ist, zeigten biologisch betriebene Tierzuchtbetriebe.

Folgende Organisationen tragen das Papier mit: Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Bundesverband Tierschutz, Bund gegen Missbrauch der Tiere, Compassion in World Farming, Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht, Deutscher Naturschutzring, Deutscher Tierschutzbund, mensch fair tier, Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner, PROVIEH, Tierschutzverein für Berlin und VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz.