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Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen
Pressemitteilung | 26.11.2021
#Gemeinnützigkeit #Politik und Gesellschaft

Deutscher Naturschutzring zur Mitgliederversammlung 2021 zusammengekommen

Niebert: „Wir haben nun die Chance, den Zustand unserer Natur qualitativ zu verbessern“

DNR-Geschäftsstelle
© DNR/Thorsten Greb
DNR-Geschäftsstelle

Berlin – Der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) ist heute zu seiner digitalen Mitgliederversammlung 2021 zusammengekommen. Im Fokus der Diskussion mit rund 100 Teilnehmer*innen und Delegierten standen neben aktuellen verbandspolitischen Themen insbesondere die natur- und umweltpolitischen Herausforderungen in dieser Dekade sowie der Koalitionsvertrag, den SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP am Mittwoch vorgestellt hatten.

Zum Auftakt der Veranstaltung sprach DNR-Präsident Kai Niebert von einem Aufbruchssignal für den Klima- und Artenschutz, das von der zukünftigen Ampel-Bundesregierung ausgehen könne. „Die starken umwelt-, naturschutz- und tierschutzpolitischen Signale im Koalitionsvertrag sind ein Erfolg der Umwelt- und Klimabewegung in Deutschland. Unser Druck auf der Straße, die Verhandlungen in Kommissionen und die Kooperationen mit Sozialverbänden und Gewerkschaften zeigen: Eine Mehrheit für eine ökologische und soziale Transformation ist da. Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass die Vereinbarungen schnell und konsequent umgesetzt werden. Dann hat Deutschland zumindest eine Chance, die wichtige 1,5-Grad-Marke einzuhalten und den Zustand unserer Natur zu verbessern.“

„Gerade der auch von uns geforderte Ausbau der erneuerbaren Energien wird einiges an Zumutungen erfordern. Aber mit dem klaren Ziel, die Energiewende zu beschleunigen, indem wir den Naturschutz stärken, können wir dafür sorgen, dass Klima und Natur als Gewinner vom Platz gehen“, so Niebert weiter.

Auch die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel lobte in ihrem Grußwort das nunmehr über 70 Jahre dauernde Engagement des Deutschen Naturschutzrings und seiner knapp 100 Mitgliedsorganisationen für eine lebenswerte Welt auch für zukünftige Generationen. Sie verwies auf die bedeutende Rolle des DNR in der Kohlekommission und der Zukunftskommission Landwirtschaft. Die jüngsten Fortschritte im Klima- und Artenschutz sind „Ansätze, die auch durch das Wirken der Umweltverbände unter dem Dach des Deutschen Naturschutzrings erreicht werden konnten“, so Merkel. 

Die Delegierten aus den DNR-Mitgliedsorganisationen betonten, dass es nun an der Zeit ist, Umweltpolitik weiter zu denken. Die Aufgabe des DNR muss es nun sein, auch die Frage des richtigen Maßes und einer Welt, jenseits des Wachstumszwangs, stärker in den Blick zu nehmen. Mit großer Mehrheit haben sich die Mitgliedsorganisationen für eine Resolution ausgesprochen, gentechnische Verfahren wie CRISPR/Cas in Zukunft EU-weit weiterhin entlang der Prinzipien der Wahlfreiheit und der Vorsorge strikt zu regulieren und damit die Rechte von Verbraucher*innen und Landwirt*innen zu stärken. Ebenfalls mit großer Zustimmung angenommen wurde die Resolution, die Freisetzung gentechnisch veränderten Organismen, sogenannte Gene Drives, in die Umwelt mit einem Moratorium zu verhindern und den Schutz wildlebender Arten und unserer Ökosysteme sicherzustellen.

Neu in den DNR aufgenommen wurden das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft e.V., Campact e.V. und ElasmOcean e.V.. Damit vertritt der DNR nun genau 100 Mitgliedsorganisationen, die zusammen über 11 Millionen Menschen erreichen.

Kontakt für Rückfragen

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Prof. Dr. Kai Niebert

Präsident

030 6781775-902

niebert@dnr.de

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Thorsten Greb

Koordinator für Presse und Kommunikation

030 6781775-78

0160 5102258

thorsten.greb@dnr.de

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