Leitfaden für Lebensmittelspenden

Am Montag hat die EU-Kommission Leitlinien verabschiedet, die das Spenden von Nahrungsmitteln erleichtern sollen. Diese Spenden sind Bestandteil des Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft.
Ziel des Leitfadens ist es, bestehende Hürden für Essensspenden zu senken und damit der Lebensmittelverschwendung und Armut entgegenzuwirken. Dem EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Vytenis Andriukaitis zufolge werden in der EU rund 550.000 Tonnen Lebensmittel durch Lebensmittelbanken an 6,1 Millionen Menschen verteilt.
Gleichzeitig war 2015 fast ein Viertel der EU-Bevölkerung – mehr als 119 Millionen Menschen – gefährdet, arm oder sozial ausgegrenzt zu werden. 42,5 Millionen Menschen konnten sich jeden zweiten Tag keine ausgewogene Mahlzeit leisten. Demgegenüber stehen EU-weit jedes Jahr etwa rund 88 Millionen Tonnen Lebensmittel, die in der Tonne landen - mit geschätzten Kosten von 143 Milliarden Euro.
Die Leitlinien sollen Lebensmittelspendern und -empfängern helfen, die Hygienevorschriften und die Transparenz für Verbraucher zu erfüllen. Sie fördern die einheitliche Anwendung von EU-Regeln für Lebensmittelspenden, etwa die Frage der Mehrwertsteuer.
Die Plattform zu Lebensmittelverlust und –verschwendung hat maßgeblich bei der Entwicklung der Leitlinien mitgearbeitet. Auf der Plattform sind die EU-Mitgliedsstaaten, internationale Organisationen, Industrie, Tafeln und andere gemeinnützige Organisationen vernetzt. [mbu]
EU-Richtlinie Lebensmittelspenden
EU-Plattform zu Lebensmittelverlust und Lebensmittelspenden
Informationen über Lebensmittelspenden


