Emissionen

„Saubere Luft für alle!“

14.03.2019

Das EU-Parlament fordert weitere Maßnahmen, um die Verschmutzung der Luft durch Verkehr, Landwirtschaft und Industrie zu verringern. Am Mittwoch verabschiedeten die Abgeordneten eine entsprechende Entschließung.

Darin forderten sie die EU-Kommission auf, die Grenzwerte für Feinstaub, Schwefeloxid und Ozon an in der EU-Luftqualitätsrichtlinie an die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anzupassen und entsprechend zu verschärfen. Luftqualitätspolitik dürfe zudem „nur auf der Grundlage belastbarer, aktueller, unabhängiger und von Fachleuten überprüfter wissenschaftlicher Forschungsergebnisse“ bewertet und überprüft werden.

Die Abgeordneten drängen in der Resolution mit Nachdruck darauf, Maßnahmen für eine Verbesserung der Luftqualität auf allen Regierungsebenen und für alle Verschmutzungsquellen so schnell wie möglich einzuführen. Sie fordern unter anderem verschärfte Emissionsprüfungen von Dieselfahrzeugen, die Förderung „sanfter Mobilität“, die Aufnahme von Maßnahmen zur Luftverbesserung in die Gemeinsame Agrarpolitik der EU und einen Kohleausstieg bis 2030. Alle Forderungen können hier nachgelesen werden.

Erst im Februar hatte die Europäische Umweltagentur (EEA) festgestellt, dass insbesondere arme Menschen, Senioren und Kinder gesundheitlich unter der schlechten Luft in der EU leiden (siehe EU-Umweltnews vom 7.02.). Die EEA schätzt, dass jährlich etwa 400.000 Menschen in der EU frühzeitig an den Folgen der Luftverschmutzung sterben.

446 und 671 Abgeordneten des EU-Parlaments unterstützten die rechtlich nicht bindende Resolution. [km]

Entschließung des EU-Parlaments
Pressemitteilung des EU-Parlaments